Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 67 mal aufgerufen
 Matty
Matty

Beiträge: 81

02.03.2010 18:21
Putzen und andere Aufgaben antworten

"Hallo, mein Schatz", begrüßte ich Red an diesem Nachmittag, als ich den Stall betrat. Jelly spielte bereits draußen und war deshalb nicht bei mir. "Geht's dir gut?" Er schnaubte. Ich konnte ja verstehen, dass er ein bisschen wütend mit mir war... Viel zu lange hatte ich keine Zeit mehr für ihn gehabt.
"Tut mir Leid", entschuldigte ich mich und holte ihn aus seiner Box. "Wir arbeiten sfort ein bisschen. Bodenarbeit oder lieber ein bisschen laufen?" Ich band ihn an und begann ihn zu putzen. "Auf jeden Fall was mit Sattel. Immerhin wollen wir irgendwann mal fertig werden, oder?" Ich begann mit dem Striegel und bürstete sein schimmerndes Fell. Er zappelte unrhig herum und schnaubte. Brav war ganz das Gegenteil.
"Steh doch, Red", schimpfte ich mit ihm - zum Dank trat er mir auf den Fuß. "Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?" Seufzend bbürstete ich sein Fell mit der Kardätsche und beschloss, ihn zu longieren. Er war mir zu unrhig für vernünftige Bodenarbeit. Und wirklich lieb war er heute auch nicht. Diese Annahme wurde sogar bestätigt. Beim Hufe auskratzen zog er allein den linken Vorderhuf fünf Mal aus meiner Hand. "Red, es reicht", sagte ich nach dem fünften Mal streng zu ihm. Sei brav jetzt. Gib Huf." Er zappelte natürlich eiter. "Blödi", murrte ich und schaffte es schließlich doch mit Müh und Not, alle vier Hufe zu säubern. "Bist du närrisch heute?" Ich bürstete seine Mähne und verlas seinen Schweif - beides mit SChwierigkeiten verbunden, denn er wollte ja nicht stillhalten. Warum hatte ich mir doch gleich einen so jungen Hengst gekauft?
Ihn hier stehen zu lassen, während ich den Sattel und den Kappzaum holte, traute ich mich nicht, also brachte ich ihn in seine Box zurück. Kaum fiel die Tür hinter mir zu, war er wieder das liebste Pferd der Welt und schaute mir unschuldig nach. "Ja ja...", murrte ich wütend und holte den Sattel, doch dann überlegte ich. EIgentlich wollte ich mit Kappzaum longieren, aber das machte das Ausbinden schwieirg und so zickig, wie er sich benahm... Nein. Ich wollte ihn nicht ausbinden.
"Er ist noch klein, lass ihm seine Jugend", sagte ich zu mir und nahm den Kappzaum, sowie die Longe und die Longierpeitsche mit. In der Box sattelte ich ihn auf und legte dn Kappzaum an. Er hielt still - zunächst. Als ich ihn jedoch aus seiner Box führte, zappelte er wieder herum. Unruhig, nervö und gehetzt, aber heil, hatte ich ihn schließlich im Round Pen. "Zeit, zu arbeiten, DIcker", sagte ich dunkel.

~*~

Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

02.03.2010 18:51
#2 RE: Putzen und andere Aufgaben antworten

Zurück im Stall nahm ich den Kappzaum ab und band ihn ann. Viel zu putzen war nicht, ich nahm ihm lediglich den Sattel ab und kontrollierte seine Hufe. Mein Zeug hängte ich erstmal über die Boxentür und brachte ihn dann auf den Paddock. Kaum war er frei, jagte er bockend los und schlug weit aus. Dann raste er mit aufgestelltem Schweif durch die Mtschreste, die der geschmolzene Schnee zurück gelassen hatte.
"Irgendwann wirst du dich verletzen", rief ich ihm zu und machte mich auf den Weg zu seiner Box. Überraschender Weise lag Jelly davor und schaute mich liebenswürdig an. Ich kraullte sie kurz zwischen den Ohren, dann brachte ich Sattel und Longierzeug in die Sattelkammer und holte auf einem Weg gleich Karre, Forke und Schaufel. Heute war odentliches misten dran, da ich die letzten paar Tage nicht dazu gekommen war.
Ich holte alles dreckige Stroh heraus und schmiss es in die Karre. Dann beshloss ich, dass ich genug Zeit hatte und holte einen Besen. Auch die letzten Krümel des Strohs fegte ich aus der Box, dann brachte ich das schmutzige Stroh auf den Misthaufen. Das Einstreuen ging etwas schneller, es war lediglich eine Aufgabe von vielleicht 5 bis 10 Minuten. Als ich zufrieden war und Red ein schönes ewiches zuhause bekommen hatte, räumte ich die Sachen weg und schnappte mir Reds Strick. Mal sehen, wie lange das Einfangen dauern würde...
Lange. Red schien Gefallen am Fangen spielen gefunden zu haben und lief immer wiecer vor mir weg. Wütend verließ ich nach dem siebten Versuch den Paddock und holte ein paar Leckerlis. Mit diesen als Geheimwaffe kehrte ich entschlossen zum Paddock zurück und kletterte über den Zaun. Den Strick hinter meinem Rücken versteckt ging ich auf ihn zu, die Leckerlies vor mir auf der ausgestreckten Hand.
"Red, mein Schatz, meiner süßer kleiner Teufel, schau nur, was ich hier habe", lockte ich ihn. "Wunderbare Leckerlies, total lecker und nur für dich, kleiner Satansbraten." Es funktionierte. Red machte den Hals lang und fraß mir mit einigem Abstand die Leckerlies aus der Hand. Sofort klickte der Strick und ich hatte meinen Süßen. "Erwischt", lachte ich und führte ihn zum Stall. Ich band ihn an und putzte ihn nun ordentlich. Er hatte sich im Schlamm gewälzt, so wie es aussah. Ein wenig genervt bürstete ich kräftig über sein schmierig-nasses Fell und gab erst Ruhe, as auch der letzte Schlammfleck verschwunden war. Auch seine Beine bearbtete ich ordentlich. Seine Hufe gab er diesmal brav, nur der rechte Hinterhuf war ihm wohl zu viel, denn er zog ihn mir genervt aus der Hand, doch als ich mit ihm schimpfte, beruhigte er sich wieder.
Als ich fertig war, stellte ich ihn in seine Box und spürte, dass ich noch nie so erleichtert gewesen war. Heute hatte er mich wirklich Nerven gekostet. "Morgen wollen wir mal schauen, ob du lieb genug für Bodenarbeit bist. Donnerstag komme ich nur zum Putzen und Freit Vormittag bin ich voll und ganz für dich da", erzählte ich ihm zum Abschied. "Vielleicht probieren wir ein bisschen Freispringen über kleine Hindernisse. Aber jetzt denk restmal drüber nach, wie frech du heute warst." Ich küsste ihm die Nüstern zum Abschied und machte mich mit Jelly zusammen auf den Heimweg.

~*~

Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

03.03.2010 16:31
#3 RE: Putzen und andere Aufgaben antworten

„Yo, Red.“ Diesmal ging Jelly an meiner Seite, als ich den Stall betrat. „Hast du dich wieder ein gekriegt?“ Er schnaubte zur Begrüßung und nickte mit dem Kopf. Sicher war es nur ein Zufall. Aber es passte trotzdem perfekt.
„Na dann los.“ Ich halfterte ihn auf und führte ihn aus seiner Box. „Zuerst mache ich die Box, dann machen wir Bodenarbeit. In Ordnung?“ Er ging ruhigen Schrittes neben mir her und machte keinen Ärger. „Eigentlich bist du meiner guter Junge“, sagte ich zu ihm und klopfte ihm den Hals zur Belohnung, bevor ich mich in den Stall zurück begab. Ich wollte die Box machen, denn in der Halle trainieren konnte ich zur Not auch noch im Dunkeln. Also holte ich die Karre, eine Schaufel und die Mistgabel und machte mich an seine Box. Viel zu tun gab es nicht, da ich ja gestern erst gründlich gemistet hatte. So brauchte ich nur knappe 20 Minuten um das alte Stroh und die Pferdeäpfel aus der Box zu holen. Dabei erinnerte ich mich an den Bericht, der gestern in diesem einen Reitermmagazin gestanden hatte.... Von Pferden auf Jungpferdeweiden hatte er gehandelt und davon, wie viel ausgeglichener diese Pferde im Umgang waren. Das interessierte mich schon.
Aber jetzt konnte ich nicht länger darüber nachdenken, mein Pferd wartete auf mich. Ich brachte die Sachen, die ich zum Misten benutzt hatte, wieder an ihren Platz, stellte das Putzzeug, sowie Kappzaum, Longierpeitsche und Longe bereit und holte Red vom Paddock. Ich wollte auf den Sattel verzichten, heute wollte ich, dass er sich nur auf seine Bewegungen konzentrierte.
„Hast du schon mal von Jungpferdeweiden gehört?“, fragte ich ihn, während ich ihn putzte. „Für Pferde bis 3 Jahre. Hätte dir auch ganz gut getan, so ein Leben in Freiheit, oder?“ Ich bürstete sein Fell mit der Kardätsche und kraulte ihn dann kurz am Hals. „So ein Jungpferd kennt dann natürlich weder Halfter noch Strick und eine geschlossene Box erst Recht nicht. Da kann ich bei dir ja richtig erleichtert sein, dass du schon so weit bist.“
Ich kratzte noch seine Hufe aus und machte seine Mähne und seinen Schweif. Dann legte ich ihm den Kappzaum an und führte ihn, die Longierpeitsche in der freien Hand, in Richtung Halle.

~*~

Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

05.03.2010 11:42
#4 RE: Putzen und andere Aufgaben antworten

Natürlich hatte ich am Mittwoch total verschwitzt, auf das kleine Täfelchen an der Box zu schreiben, dass ich Red nicht auf der Koppel haben wollte, weil ich früher kam. Na klasse. Ihn einzufangen würde entweder kinderleicht werden oder einen riesen Aufriss bedeuten. Die CHance stand 50:50 und eigentlich hoffte ich, es würde ersteres werden. ABer ich beschloss, mein Glück noch nicht heraus zu fordern. Red sollte die ersten Strahlen der Frühlingssonne in der eiskalten Luft genießen. Und ich würde im warmen Stall bleiben und ganz entspannt die Box misten. Da ich gestern nicht da gewesen war, war das auch bitter nötig...
Also suchte ich pfeifend die dazu nötigen Sachen zusammen und machte mich daran, das alte Stroh aus der Box zu holen. Anschließend brachte ich den Dreck zum Misthaufen und streute frisches Stroh ein. Zufrieden mit mir und der Welt brachte ich die Sachen an ihren Platz und holte Reds Strick und Halfter, um ihn einzufangen.
Wie erwartet stand er natürlich am anderen Ende der Koppel und bei einem läppischen Versuch, ihn durch pfeifen anzulocken hob er zwar den Kopf und starrte mich an, kam aber nicht näher. Also stapfte ich quer über die Koppel, um ihn zu fangen. Leider sah er nicht ein, dass er arbeiten musste.... Und verstehen, dass er direkt danach wieder raus durfte, konnte er auch nicht.
"Komm schon, Red", rief ich. "Es dauert doch auch nicht lange und Spaß machen wird es dir allemal. Also?" Mit gespitzten Ohren starrte er mich an. Sein Schweif und seine Mähne wehten im kühlen Wind und ich fand ihn unglaublich schön. Dennoch. Ablenken lassen wollte ich mich nicht.
"Red Damon, ich warne dich. Sieh zu, dass du in den Stall kommst." Ich ging energisch auf ihn zu und erstand still wie eine Statue. Sekunden später hatte ich ihn am Strick. Überrascht blinzelte er zweimal und seine Ohren zuckten, doch einmal unter Kontrolle ließ er sich brav mitnehmen. Nur Chico wieherte uns enttäuscht hinterher, was Red mit einem dunklen Brummen quittierte.
"Musst du denn immer so einen Ärger machen?", fragte ich ihn streng, als ich ihn anband. "Nur Stress hat man mit dir." Ich putzte sein weiches Fell. Seit kein Schnee mehr lag und der Boden auch nicht mehr ganz so matschig war, sah er immer relativ sauber aus, wenn er von der Koppel kam. Nur eine feine, trockene Dreckschicht zog sich über seinen kompletten Körper. Sie war schnell beseitigt. Auch Mähne und Schweif verlesen, sowie das Auskratzen der Hufe dauerte heute nicht lange, denn Red hatte beschlossen, doch brav zu sein. So konnte ich bereits nach 20 Minuten den Führstrick durch die Longe ersetzen. Ich brauchte keinen Kappzaum, er sollte sich nur im Schritt und Trab ein wenig aufwärmen, bevor er sprang.
"Also los", sagte ich munter und Red folgte mir lebhaft Richtung Halle.

~*~

Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

07.03.2010 19:26
#5 RE: Putzen und andere Aufgaben antworten

"Guten Abend, mein Hübscher." Ich schlüpfte in Reds Box und schlang meine Arme um seinen Hals. "Alles klar?" Er schnaubte und stupste mit dem Kopf gegen meine Schulter. Lachend ließ ich ihn wieder los und verließ die Box wieder. "Leider ist heute nicht so viel Zeit und dunkel ist es ja auch schon", sagte ich und entfernte mich ein St+ück von der Box, um die Schubkaare, Mistgabel und Schaufel zu holen. "Deshalb musst du drin bleiben, während ich die Box mache. Okay?" Er schnaubte und schaute mir misstrauisch dabei zu, wie ich mit der Mistgabel und danach auch mit der Schaufel um ihn herum hantierte. Das sagte ihm so unglaublich gar nicht zu, dass es schon fast lachhaft war. Ich küsste ihn auf die Nüstern, als ich die Box mit frischem Stroh auslegte und sagte zu ihm: "Gleich geschafft. Schau nicht so wie eine kleine, verwöhnt Prinzessin, bist doch ein harter Kerl, oder?" Er brummte dunkel und ich spürte seinen Blick im Nacken, während ich das Zeug wieder weg brachte. Dann holte ich das Halfter und den Strick und band ihn auf der Stallgasse an. Er war sehr brav, an diesem Abend, und verhielt sich mustergültig, als ich ihn mit dem Striegel zu putzen begann.
"Hast du heute früh ein braves Pferd verspeist?", fragte ich ihn amüsiert und er schüttelte seinen Kopf. Es war nur ein Zufall, klar. Aber ein merkwüriger. "Sonst bist du ein bisschen zickiger. Na ja." Ich nahm die Kardätsche und bürstete den Dreck aus seinem Fell. Danach kratzte ich ihm die Hufe aus - er stand still wie eine Statue und wartete ab, bis ich ihm erlaubte, den Huf wieder abzusetzen. Nachdem ich alle vier Hufe durch hatte, klopfte ich ihm liebe voll den Hals. "Am liebsten würde ich noch ein bisschen mit dir arbeiten. Aber uns ist das zu spät, oder? Morgen dann wieder. Ein bisschen laufen, denke ich, tut uns beiden gut. Vielleicht gehen wir spazieren. Wenn das Wetter schlecht ist, longiere ich dich."
Während ich erzählte, entwirrte ich seinen Schweif und entfernte das Stroh aus diesem. Dann bürstete ich vorsichtig seine Mähne und brachte ihn wieder in seine Box.
"Bis morgen, Großer", sagte ich und verabschiedete mich mit einem Kuss auf seine Nüstern.

~*~

Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

08.03.2010 13:51
#6 RE: Putzen und andere Aufgaben antworten

Am Montag musste ich Red von der Koppel holen. In der Schule standen Prüfungen an und daher hatte ich früher gehen können. Aber da es schon mittags war, hatte ich auch keine Lust, Red den ganzen Tag in der Box stehen zu lassen. Er musste sich halt damit abfinden, dass er früher rein musste.
Aber bevor ich ihn mir schnappte, machte ich zuerst die Box. Ich holte Karre, Mistgabel und Schaufel und entfernte den ganzen Dreck und Schmutz, den er über Nacht wieder fabriziert hatte. Es war nicht viel und mit ausmisten war ich daher schnell fertig. Das Einstreuen nahm auch nicht allzuviel Zeit in Anspruch und so war ich zügig mit der Box fertig. Ich begab mich in die Sattelkammer und holte das Putzzeug und die Trense. Wir wollten spazieren gehen, und nur am Halfter war mir das doch ein bisschen unsicher, obwohl er gestern beim Putzen ein Engel gewesen war. Als alles bereit stand, haderte ich mit mir. Spaziergänge waren immer eine gute Gelegenheit, Sattel und Trense draufzumachen... Aber ich beschloss, den Sattel diesmal hängen zu lassen und ihn morgen damit zu longieren. Heute sollte er ein bisschen was entspannendes machen.
Ich griff nach dem Halfter, stecke zwei Leckerlies ein und marschierte zur Koppel. Red stand mit gespitzten Ohren am Zaun und wieherte, als er mich kommen sah. "Na, Großer!", rief ich ihm schon von weitem zu. "Alles gut?" Er kam vertrauensvoll auf mich zu und lie sich ohne weitere Zicken einfangen. Während ich ihm das Hlafter überstreifte, kam Chico auf uns zu. Red legte warnend ein Ohr an, aber das schien seinen Weidegefährten kaum zu stören.
"Hey, du Hübscher", begrüßte ich auch Krümels Pferd und strich ihm kurz über die Nüstern. "Gehts dir auch gut?" Chico antwortete natürlich nicht, sondern wandte sich ab und schlenderte langsam davon. Reds zitternde Muskeln entspannten sich wieder. Lachend lopfte ich ihm den Hals. "Bist du etwas eifersüchtig?" Ich schnaözte mit der Zunge und Red setzte sich in Bewegung. Kutrz darauf band ich ihn im Stall an und begann ihn mit ruhigen Strichen zu putzen.
"Heute gehen wir raus", erzählte ich ihm, während ich mit dem Striegel zugange war. "Ein kleiner Spaziergang, um die Gegend weiter zu erkunden. Und morgen... Was machen wir morgen? Ich denke, wir gehen auf den Longierplatz." Ich war mit dem STriegeln fertig und griff nun nach der Kardätsche. "Ein bisschen mit dem Sattel arbeiten. Bleibst ja schließlich nicht ewig jung. Dein vierster Geburtstag naht schneller, als du denkst, und dann machen wir aus dir ein unglaubliches Reitpferd. Und wenn es soweit ist, schicken wir deinem Züchter ein paar Fotos von dir unter dem Sattel." Ich begann, die Hufe auszukratzen. Reds Ohren zuckten in meine Richtung und er wandte mir den Kopf zu, während ich erzählte. "Dann kann er mal sehen, was aus seinem 'kleinen Teufel' geworden ist."
Mein Onkel hatte mir nämlich erzählt, dass Reds Züchter steif und fest behauptet hatte, dass man aus diesem Pferd nie ein gutes Reittier machen konnte. Ich würde ihn eines besseren belehren. Red musste einfach nur erwachsen werden.
"So, fertig." Ich hatte auch den Schweif verlesen und die Mähne gekämmt. Dann legte ich Red die Trense an - oder versuchte es zumindest. Das Gebiss war ihm nicht geheuer und er biss die Zähne zusammen. Auch mit einem Leckerlie konnte ich es ihm nicht schmackhaft machen. Also musste ich auf die altbewährte Masche zureück greifen... Ich schob Daumen und Zeigefinger rechts und links in Reds Maul und als er dieses öffnete, schob ich das Gebiss hinein. Ein Leckerlie gab's gleich hinterher, als Belohnung sozusagen. Dann schippte ich mit den Fingern und als Reds Ohren nach vorne schossen, führte ich ihn aus dem Stall.

~*~

Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

10.03.2010 16:02
#7 RE: Putzen und andere Aufgaben antworten

ALs ich auf den Hof kam, war Anna grade dabei, mit Menuett in die Halle zu gehen. Ich grüßte sie kurz und pfiff Jelly zurück, die Anstalten machte, Menuett anzuspringen - sie liebte Pferde. Danach verschwanden wir im Hengststall, wo Red, der natürlich mitgekriegt hatte, dass draußen was los war, ziemlich sehnsüchtig über die Tür seiner Box starrte. Lachend gin ich auf ihn zu. Jelly war bereits vor der Box und stellte sich auf die Hinterpfoten, um an Reds Nüstern zu kommen. Mein großer Hengst senkte den Kopf und bließ ihr seinen Atem ins Gesicht, woraufhin sie bellend von der Tür zurück sprang.
"Na, Großer", begrüßte ich daraufhin mein Pferd und er ignorierte mich mehr oder weniger und senkte seinen Kopf zu der Tasche meiner Reithose. Ich hatte ein Leckerli darin und natürlich hatte er das gerochen. "Du bist verfressen", schalt ich ihn und bot ihm das Leckerli auf der flachen Han an. "Tu doch wenigstens so, als würddest du dich freuen, mich zu sehen." Er kaute genüsslich und schaute mich dann mit großen Augen an, als würde er sagen wollen: 'Tu ich, aber nur, wenn ich dafür gefüttert werde.'
"Irgendwann wirst du fett", entschied ich und halfterte ihn auf, um ihn aus der Box zu holen. "Geh ein bisschen laufen, dann kannst du auch ein paar Leckerlis bekommen." Ich führte ihn zu den Paddocks und löste den Strick von seinem Halfter. "Lauf schon." Ich gab ihm einen Klaps uf die Kruppe und er sah das als Einladung. Er galoppierte wie von der Tarantel gestochen los und umrundete den Paddock einige Male. Ich beschloss, ihn machen zu lassen und kehrte in den Stall zurück, wo ich zunächst das alte STroh aus der Box entfernte. Dann streute ich neu ein und brachte den Mist zum Misthaufen.
"Was mache ich denn heute?", überlegte ich laut, während ich in der Sattelkammer stand, den Putzkasten schon in der Hand. Entschieden nahm ich auch schon Kappzaum und Longe mit und drapierte alles vor der Box. Dann ging ich noch mal zurück, holte meine Longierpeitsche und den Sattel. Letzteren hängte ich übr die Boxentür und erstere lehnte schön an der Wand. Dann hängte ich mir den Strick um den Hals und holte meinen Großen vom Paddock. Er war mehr oder minder dreckig und putzen würde nicht lange dauern. So sehr hatte er sich trotz seiner Toberei nicht eingesaut.
Er war brav, heute mal wieder, und ich genoss es, ihn so entspannt putzen zu können. Auch das Satteln klappte einwandfrei und kurz darauf waren wir schon auf dem Weg zum Longierplatz. Frische Luft tat uns beiden gut und ewig nur im Round Pen.... Das war auch langweilig.

~*~

Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

12.03.2010 11:46
#8 RE: Putzen und andere Aufgaben antworten

Jelly sprang um meine Beine herum, als ich auf den Hof fuhr. Es war still um diese Tageszeit, aber wer außer mir war morgens um halb 12 auch nicht in der Schule? Ich hatte einfach nur Glück, so früh frei bekommen zu haben...
Natürlich stand Red draußen, das Wettre war immerhin relativ schön, auch wenn es noch immer ein bisschen nach Schnee und Regen aussah. Da sollte er seine Freiheit lieber genießen, solange er konnte, weshalb ich zunächst die Box machen wollte. Ausgemistet war schnell, ebenso wie eingestreut. Artig fegte ich die Stallgasse und brachte den ganzen produzierten Dreck weg. Als der STall wieder glänzte, war es mir aber immer noch zu früh, Red reinzuholen. Deswegen bewaffnete ich mich mit einem Eimer und einem Schwamm und wusch zunächst seine Futterkrippe aus. Als diese auch wieder in neuem Glanz erstahlte, säuberte ich die Tränke . und kleckerte dabei so viel, dass das Stroh darunter ganz nass wurde. Das bedeutete: weg damit und ide kleine Stelle noch mal einstreuen. Aber das dauerte nicht sonderlich lange und zehn Minuten später betatschte ich meinen geliebten Dressursattel während ich überlegte, was ich heute mit Red machen sollte. Longieren würde ihn freuen, aber mir war das zu langweilig, schon wieder das gleiche zu machen. Freispringen war nicht unbedingt gut für seine Knochen, wenn ich das schon wieder machte und Bodenarbeit war mir zu langweilig. Irgendwie... Blieb mir dann nur, ihn im Round Pen laufen zu lossen. Frei und ohne Sattel natürlich.
EInmal beschlossen stellte ich mir schon den Putzkasten bereit und holte ihn dann von der Koppel. Einfangen war diesmal gar kein Problem, auf meinen Pfiff hin stürmte Red zum Gatter und wartete geduldig, bis ich ihn mit in den Stall nahm. Dort lag Jelly und betrachtete schwanzwedelnd mein Pferd.
"Benehmt euch bloß", ermahnte ich beide, denn in Reds Augen funkelte schon wieder die Abenteuerlust. Beim Klang meiner Stimme riss er den Kopf hoch und trippelte zur Seite. Ich seufzte. Das würde sicher lustig werden heute... Denn schon beim Putzen konnte er kaum stillhalten. Immer wieder schüttelte er seinen Kopf, wich zur Seite aus oder scharrte mit dem Huf. "Lass das", sagte ich jedes Mal streng, aber er hörte und hörte nicht auf. Schließlich hob er einen Vorderhuf und trat in die luft.
"Setz ab"; wies ich ihn streng zu recht und das Ergebnis war, dass er auf dem Boden weiter scharrte. Ich gab ihm einen Klaps auf die Schulter. "Lass den Blödsinn", schimpfte ich und er wandte mir den Kopf zu, um mich mit Unschuldsmiene anzuschauen. Danach war er brav, aber ich war dennoch froh, als ich mich mit ihm auf den Weg zum Round Pen machen konnte - was natürlich auch nicht einfach so klappte, den Red tänzelte herum und stieg sogar einmal leicht. Da ging wieder die Jugend mit ihm durch... Da war Freilauf nicht die Beste Idee, die ich jeh gahebt hatte... Ich ließ ihn im Round Pen frei und eilte zurück, um meine Longe und den Kappzaum zu holen. Auch den Longiergurt brachte ich mit. Es musste wohl doch wieder so gehen.

~*~

Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

14.03.2010 12:21
#9 RE: Putzen und andere Aufgaben antworten

Ohne Red zu begrüßen, ging ich in den Stall. Die Box wollte gacmht werden und war ob meiner gestrigen Abwensenheit ordentlich schmutzig. Ich bewaffnete mich also mit sämtlichen benötigten Materialien und holte den ganzen Schmutz aus der Box. Anschließend streute ich frisch ein, fegte die Stallgasse und brachte alles auf den Misthaufen. Erst dann ging ich hinübr zur Koppel.
"Red!" Mein Pferd riss am Ende der Wiese den Kopf hoch, wieherte schrill und jagte dann mit hoch aufgestelltem Schweif zu mir ans Gatter. Aus Reflex wich ich ein paar Schritte zurück, doch bevor er mich erreichte, rammte er die Beine in den Boden und führte einen Sliding Stop aus, der jedes Westernpferd vor Neid erblassen lassen würde. "Na Dicker." Ich klopfte ihm den Hals und kraulte ihm anschließend die Stirn. "Has du mich vermisst?" Er ließ sich brav das Halfter anlegen - war das eine Bestätigung? - und folgte mir in den Stall. Als Chico sehnsüchtig wieherte, drehte er die Ohren nach hinten, reagierte aber nicht.
"Heute wollen wir ein bisschen laufen", erzählte ich, während ich begann, ihn zu putzen. "Ohne Longe heute, scheinst ja brav zu sein. Aber dafür im Round Pen. Was sagst du dazu?" Er rieb seinen feinen Kopf an meinem Arm und vor so viel Zuneigung seitens meines Pferde wurde mir ganz warm ums Herz. Heute schien er richtig gute Laune zu haben.
"Und natürlich ohne Sattel. Aber vorher müssen wir noch kurz was üben." Ich bürstete mit der Kardätsche den Dreck aus seinem Fell und schrubbte anschließend seine Beine mit der Wurzelbürste. "Aber was, das verrate ich erst, wenn's soweit ist, sonst machst du mir nämlich Ärger." Er stand ruhig still und schaute mich aus seinen klugen Augen an. Seine Ohren zuckten hin und wieder. Erhöte mir zu.
Glücklich, so ein tolles Pferd zu besitzen schnappte ich mir den Hufkratzer und machte seine Hue. Anschließend verlas ich Mähne und SChweif und verschand im Stall. Mit der Trense kam ich zurück. Red schaute skeptisch. "Nur kurz", tröstete ich ihn. "Damit du endlich lernst, das Gebiss zu akzeptieren." Ich legte ihm die Zügel über den Hals, löste das Halfer und hob die Trense zu seinem Kopf. Er nahm ihn in die Höhe und blickte skeptisch auf das STück Leder herunter. "Mach keine Faxen", warnte ich ihn und zauberte ein Leckerli hervor. "Schau mal, das willst du doch." Geblendet vom süßen Duft versuchte er, das Leckerli zu erreichen - und hatte stattdessen promt ein Gebiss im Maul. Veriwirrt schüttelte er den Kopf und schnaubte. Ich lobte ihn für sein mehr oder eniger braves Verhalten und führte ihn eine Runde über den Hof, bevor ich die Trense wieder gegen das Halfter tuschte. Noch schnell die Trense weg geräumt, dann machten wir uns auf den Weg zum Round Pen.

~*~

Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

«« Training
Im Gelände »»
 Sprung  
Xobor Kostenloses Forum von Homepagemodules.de
Einfach ein eigenes Forum erstellen