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Dieses Thema hat 19 Antworten
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 Matty
Matty

Beiträge: 81

05.02.2010 20:36
Auf ins neue Leben antworten

"So, jetzt aber." Ich hielt Reds Führstrick fest umklammert, während mein junger Hengst sich eisern dagegen wehrte, auf den Hänger zu gehen. In seinen Augen tanzte das Feuer und er blinzelte mich verräterisch an. "Komm schon, Red. Mach keinen Ärger. Wir wollen heute noch ankommen." Ich zog ein wenig am Strick, doch Red, der mit vollem Namen eigentlich Red Damon hieß, stemmte nur noch mehr die Hufe in den Boden. Ich seufzte. Natürlich würde das so nichts werden.
Ich dirigierte ihn rückwärts und drehte mit ihm eine Runde um unseren alten Hof, den wir heute zum letzten Mal sahen. Dann ging ich mit ihm zum Hänger zurück, lockte ihn mit kleinen Leckerlis und redete mit ruhiger Stimme auf ihn ein. Und da schau mal einer guck: Ohne Mucken ging mein störrischer Liebling die Rampe hinauf ins Wageninnere. Ich band ihn ordnugsgemäß fest und überprüfte, ob alles sicher war. Im selben Moment wurde die Rampe geschlossen. Von meinem Vater, der meine Leidenschaft nicht teilte und es deswegen nicht für nötig gehalten hatte, mir beim Verladen zu helfen. Seufzend verließ ich den Hänger und schloss die kleine Seitentür. Dann setzte ich mich ins Auto, dessen Koferraum bis obenhin voll war mit meinen Reitsachen.
"Kann's los gehen?", grunzte mein Vater und stieg ebenfalls ein. Ich nickte müde. Dann schloss ich die Augen. Von der Fahrt wollte ich nicht viel mitkriegen. Ich würde spätestens dann wach werden, wenn Red Theater machte...
Als ich ihn bekommen hatte, war er un unausstehlich gewesen und hatte sich mit aller Macht gegen mich zur Wehr gesetzt. Eine Ewigkeit haben wir gebraucht, um uns anzufreunden. Mittlerweile war er zwar immer noch furchtbar dickköpfig, aber immerhin umgänglich. Und ich liebte ihn über alles, auch wenn ich seinetwegen nochmal graue Haare bekam. Er war ein wunderbares Pferd. Und er war mein Pferd. Manchmal konnte ich es nicht glauben. Die Augen sind mir heraus gefallen, als ich ihn zum Geburtstag bekommen habe. Er war ein Geschenk meines Onkels, dessen Bekannter irgendwo im Nirgendwo Araber züchtete. An dem Tag war ich der glücklichste Mensch der Welt.
"Wach auf", murrte mein Vater in diesem Moment und ich blinzelte überrascht. Wir fuhren grade auf einen wunderschön angelegten Hof und ich wusste sofort, dass ich mein altes Zuhause nicht vermissen würde. Dies hier war allemal besser als der Stall, in dem Red vorher gestanden hatte.
Beim Aussteigen kam mir ein Hund entgegen, schwanzwedelnd und irgendwie süß. "Hi", sagte ich zu ihm und ließ ihn kurz an meiner Hand schnuppern, bevor ich meinen Vater bat, den Hänger zu öffnen, damit Red sich die Beine vertreten konnte. Doch bevor ich ihn heraus lassen konnte, kam mir ein junges Mädchen entgegen und lächelte mir zu. Ich wusste, ich würde mich hier wohlfühlen.
"Hi, ich bin Krümel", sagte sie und der Name passte irgendwie zu ihr.

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Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

05.02.2010 21:47
#2 RE: Auf ins neue Leben antworten

Ich ging in den Hänger und dirigierte Red rückwärts die Rampe hinunter. Kaum, dass er auf dem Hof stand, machte er wieder Theater. "Wie ein Kleinkind", schalt ich ihn und gab ihm einen mehr liebevollen als bestrafenden Klaps auf die Nase. Er schüttelte den Kopf und tänzelte zur Seite. Ich seufzte leise und forderte ihn auf, mir zu folgen. Erstaunlicherweise tat er es ohne weitere Mätzchen. Dennoch war ich froh, als ich ihn endlich im Stall hatte. Ich führte ihn in die für ihn vorgesehene Box und nahm die die Transportdecke, sowie die Transportgamaschen ab. Erstaunt stellte ich fest, dass er geschwitzt hatte. Er war offenbar furchtbar nervös. Ich holte schnell den Putzkasten aus dem Auto und bat meinen Vater, die Sachen in den Stall zu bringen. "Hm", machte er, bewegte sich aber nicht. Acuh gut. Ich würde mich um alles allein kümmern.
Aberzunächst musste ich Refd putzen. "Komm, Schatz", sagte ich sanft und band ihn auf der Stallgasse an. Während ich die schwitzigen Stellen mit einem feuchten Schwamm abwusch und sie hinter gründlich trocken rieb, schaute ich mir den Stall an. Ob der Goldfalbe dort wohl der 'Schatz' war, von dem Krümel gesprochen hatte? Ich würde sie später danach fragen. Zunächst aber bürstete ich Red noch kurz über und stellte ihn dann in die Box. Dann erkundete ich kurz den Stall. Sattel- sowie Futterkammer waren schnell gefunden und ich machte mich daran, meine Sachen einzuräumen. Anschließend prüfte ich die Tränke in Reds Box und gab ihm den Rest des Heus, das er während der Fahrt nicht gefressen hatte. Damit sollte er bis morgen früh rund um zufrieden sein.
"Tschüss, Schatz"; sagte ich zu ihm und gab ihm einen Kuss auf die Nase. Dann verließ ich den Stall.

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Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

07.02.2010 16:36
#3 RE: Auf ins neue Leben antworten

Als ich in den Stall kam, stand Red in seiner Box und schaute mir bereits entgegen.
Yo, Red", begrüßte ich ihn auf meine eigene, lockere Art und halfterte ihn dann auf, um ihn auf einen Paddock zu bringen, solange ich seine Box ausmistete. Der Weg zum Paddock verlief ruhig und entspannt, er machte weder Mätzchen noch sonst irgendwelche SChwierigkeiten. Auf dem Paddock erkundete er zunächst die Zäune und den Rest abtauenden Schnee, der noch lag. Ich beschloss, ihn in Ruhe lassen zu können und begab mich in den Stall, um die Box zu machen. Pfeifend machte ich mich an die Arbeit. Red hatte ordentlich Dreck gemacht, sodass ich viel zu tun hatte. Mit einer Mistgabel holte ich das dreckige Stroh und seine Pferdeäpfel aus der Box und streute hinter wieder ein. Dann brachte ich den Dreck auf den Misthaufen - fertig. Ich räumte die Sachen wieder an ihren Platz - ich hasste nichts mehr als Unordnung im Stall und überdies würde es sicher Ärger geben, wenn ich es nicht schaffte, die Sachen ordentlich beiseite zu räumen - und begab mich auf die Suche eine Platzes, wo ich Red gleich longieren konnte. Der Platz war schnell gefunden und so machte ich mich auf den Weg zum Paddock, wo mein Schatz schnaufend am Zaun stand und die Umgebung beobachtete. Ich schnalzte mit der Zunge und als ich seine Aufmerksamkeit hatte, schlüpfte ich unter dem Zaun durch um ihn einzufangen. Wiederstandslos ließ er sich einfangen und mitnehmen. Auch das Putzen auf dem Hof verlief relativ ruhig. Red hatte sich zwar schön gewälzt und war dementsprechend dreckig, doch er genoss die Behandlung mit dem verschiedenen Hufen. Auch gab er brav seine Hufe und zuckte nur ein wenig, als ich ihn Stroh und Dreck aus dem Schweif entfernte. Beim Durchbürsten der Mähne war er aber ziemlich ungehalten. Egal, wie vorsichtig ich war, er hasste es. Unwillig schlug er mit dem Kopf, sodass mit die Mähne immer wieder aus den FIngern glitt. Ich gab ihm einen Klaps auf die Nase und er schaute mich unschuldig an - doch ändern tat sich ncihts. So dauerte es seine Zeit, bis ich mit ihm fertig war. Ich brachte den Putzkoffer weg und holte mein Longierzubehör. Sofort war Red hellwach und aktiv, Er tänzelte unruhig ob der Vorahnung. Er liebte Bewegung. Und so benahm er sich auch. Ich legte ihm den Longiergurt an - mit einem richtigen Sattel kam er noch unglaublich schlecht zurecht - sowe den Kappzaum und befestigte die Longe. Dann nahm ich die Longierpeitsche und führte ihn in Richtung Longierplatz. Es würde ein furchtbares Desaster werden, das merkte ich an seiner kompletten Körpersprache.

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Matty

Beiträge: 81

07.02.2010 20:17
#4 RE: Auf ins neue Leben antworten

Ich betrat den warmen Stall und atmete erleichtert auf. Draußen war es nciht nur dunkel, sondern überdies ziemlich kühl und der Stall war ein wunderbarer Ort zum Aufwärmen.
"Yo, Schatz." Ich gab Red Damon einen Kuss auf die Nüstern und kraulte ihn dann ein wenig am Kinn. Das gefiel ihm, denn er schoss entspannt die Augen und schnaufte.
"Morgen gehen wir ein bisschen in die Halle", erzählte ich ihm. "Wegen ein bisschen Bodenarbeit. Du bist mir nämlich heute viel zu unkonzentriert gewesen. Wenn die Halle belegt ist, schauen wir mal. Ich hab ein paar Reitplätze gesehen, zur Not gehen wir da hin. Und ich bringe Jelly mit. Erinnerst du dich noch an sie? Ihr habt euch gut verstanden, ihr zwei. Ich hoffe, das geht von Krümel aus in Ordnung, dass sie mitkommt. Aber ich denke schon. Sie war schon niemandem etwas tun, sie ist ja lieb." Ich ging in die Sattelkammer und holte ein Leckerlie aus der Tüte in meinem Putzkasten. Rote Beete. Red liebte sie.
Ich fütterte es ihm, bevor ich weitersprach.
"Heute warst du mit Chico auf der Koppel, nicht wahr? Habt ihr euch angefreundet?" Red Damon schnaubte und stieß mich mit seiner Schnauze an. Er wollte noch mehr Leckerlies. Ganz klar. Zur Alternative kraulte ich ihm wieder das Kinn. "Er ist sicher ein ganz Lieber, oder? Und hübsch ist er obendrein auch noch - natü+rlich nicht so hübsch wie du." Ich unterbrach mein Kraulen und schaute auf die Uhr. "Ich glaube, ich muss Heim. Mach's gut, Schatz." Ich zerwuschelte ihm den Schopf und ging wieder auf den Hof hinaus. Den Reitplatz, den ich gesehen hatte, wollte ich mir noch anschauen - für den Fall, dass ich meine Bodenarbeit morgen dort ausführen müsste.

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Matty

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08.02.2010 19:47
#5 RE: Auf ins neue Leben antworten

Der Duft von Pferden stieg mir in die Nase, als ich den Stall betrat. Chico war nicht da, und umso sehnsüchtiger starrte Red mir entgegen.
"Yo, Großer", sagte ich liebevoll und fütterte ihm ein Stück Apfel, das ich von zu Hause mitgebracht hatte. Dann betrat ich seine Box und legte ihm Halfter und Stirck an, um ihn auf den Paddock zu bringen. Ich musste seine Box machen- Und er sollte sich noch einen Moment bewegen, bevor wir mit der Bodenarbeit anfingen. "Komm, kleiner Teufel", forderte ich ihn auf und er ging anmutig mit herrischen Schritten, aber immerhin brav neben mir her. Kleiner Teufel. Den Namen hatte er von seinem Züchter bekommen, weil er als Fohlen den ganzen Hof auf den Kopf gestellt hatte, wie man mir erzählt hatte. Dagegen war er mittlerweile ein richtig braves Tier geworden, schätzte ich mal.
Ich ließ ihn auf dem Paddock laufen und schaute einen Moment zu, wie er übermütig herum tollte. Dann begab ich mich zunächst in den Stall, wo ich das dreckige Stroh aus seiner Box entfernte und diese anschließend neu einstreute. Dann fegte ich noch die Stallgasse und warf einen kurzen Platz in die Halle, die zu diesem Zeitpunkt frei war. Ich baute schon einiges an Hindernissen für die Bodenarbeit auf, unter anderem ein Stangenlabyrinth mit vielen Ecken und Kurven und auch ein Stangen-L zum Aufwärmen. Auch ein paar Stangen, die Red hinterher übersteigen musste, ein kleines Cavaletti, damit er auch wirklich die Hufe hob und Hütchen für Slalom stellte ich auf. Das sollte für's erste genügen. Dann schrieb ich ein kleines Zettelchen, das ich an die Hallentür klebte, dass ich die Hindernisse gleich brauchen würde. Da ich den ersten hufschlag nicht gebraucht hatte, störte es mich nicht sonderlich, wenn noch jemand in der Halle ritt. Nur Bahnfiguren würden schwierig werden. Dann holte ich Red von der Weide. "Komm, Red", sagte ich zu ihm. "Arbeit ist angesagt, du SPielkind." Beim Putzen zappelte er herum, als würde er es gar nicht mehr erwarten können.
"Hast du nicht genug Bewegung gehabt heute?", fragte ich lachend, musste dann aber mit ihm schimpfen, damit er brav alle Huf gab. Danach war es auch gut mit Zappeln. Er ließ sich brav Mähne bürsten und Schweif verlesen. Erst auf dem Weg zur Halle wurde er wieder zappelig. "Komm schon", sagte ich streng und grade, als ich das Hallentor hinter mir schließen wollte, kam Jelly schwanzwedelnd angelaufen. Ich ließ sie noch mit hinein und wies sie an, sich brav in eine Ecke zu legen. Sie gehorchte einwandfrei. Ich versperrte das Hallentor und machte mich an die Arbeit.

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Matty

Beiträge: 81

09.02.2010 16:58
#6 RE: Auf ins neue Leben antworten

Jelly sprang schwanzwedelnd neben mir her, als ich zum Stall radelte. Da ich niemanden ausmachen konnte, der sonst noch hier war, ging ich gradewegs in den Hengststall. Um diese Zeit musste Red schon wieder drin sein, Koppelzeit war schließlich nur bis 15 Uhr.
"Yo", begrüßte ich mein geliebtes Pferd und holte ihn diesmal ohne aufwendige Begrüßung durch Leckerlies direkt aus seiner Box. "Heute arbeiten wir zuerst und dann kannst du dich eine Weile austoben, in Ordnung?" Ich band ihn draußen an und holte das Purtzzeug. Offenbar hatte er sich gewälzt oder sich in seiner Box in seinen eigenen Dreck gelegt, denn auf seinem Bauch prang ein rieser, dunkler Fleck. "Du Ferkel", schimpfte ich. "Das dauert ja ewig." Es kostete mich einige Mühe und dauerte eine ganze Weile, bis der Fleck entfernt war. Dagegen war der Rest ein Klacks. Dennoch nahm ich mir viel Zeit für das Putzen, ich bürstete lange sein Fell, sodass es schließlich weich und glänzend war. Dann verlas ich von Hand seine Mähne und seinen Schweif, bevor ich schließlich seine Hufe auskratzte. Red genoss es sichtlich, so umsorgt zu werden. Mit halb geschlossenen Augen entspannte er sich unter den gleichmäßigen Strichen der verschiedenen Bürsten und war sichtlich enttäuscht, als ich die Putzsession mit einem "So, fertig!" beendete. Er schnaubte unwillig, blieb aber brav stehen. Auch, als ich das Putzzeug weg brachte und mit dem Sattel, dem bösen Ungetüm, das Red sehr verabscheute, sowie dem Kappzaum und der Longe zurück kam, zuckte er mit keiner Wimper. Ich ließ ihn eine Weile am Sattel schnuppern und er schien so langsam zu ahnen, was da auf ihn zukam. Wiederwillig schnaubte er und schüttelte missmutig den Kopf. Ich fischte die Decke unter dem Sattel hervor und ließ ihn daran schnuppern. Die war schon vertrauter und machte ihm somit weniger aus. Auch als ich sie auf seinen Rücken legte, machte es ihm nichts aus. Ich nickte anerkennend.
"Braver Junge", lobte ich ihn und zeigte ihm noch einmal den Sattel. "Wenn du ihn bis zum Round Pen tragen würdest, wär das super." Nachdem er den Sattel gründlich beschnuppert hatte, legte ich ihn lose auf seinen Rücken. Er zuckte nur etwas, muckte aber nicht weiter. "Brav, Großer", lobte ich ihn sanft und legte ihm den Kappzaum an. Daran führte ich ihn in Richtung Round Pen. Training auf dem Longierzirkel... Nein, mit dem Sattel drauf war mir nicht wohl dabei.

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Matty

Beiträge: 81

09.02.2010 17:23
#7 RE: Auf ins neue Leben antworten

Nach dem Training band ich Red im Stall an, denn dort war es um einiges wärmer und ich hatte Angst, dass er sich eine saftiuge Erkältung zuzog. "Morgen hast du frei", versprach ich ihm, bevor ich den Sattel wegbrachte. Dann machte ich mich ans Putzen. Mit einem feuchten Lappen - es war mir zu kalt draußen, um wirklich Wasser zu benutzen - wischte ich den getrockneten Schweiß von seinem Fell. Dann rieb ich ihn mit einem Handtuch trocken. Anschließend bürstete ich sein Fell wieder glatt, entwirrte Mähne und SChweif und krazte seine Hufe aus.
"Magst du noch einen Moment nach draußen?", fragte ich liebevoll, doch er machte den Eindruck, als wolle er am liebsten schlafen. Und so stellte ich ihn in die Box. Dass ich noch misten musste, fiel mir erst danach ein... Na ja. Dann würde ich die Box heute eben nur so gut wie möglich säubern und morgen dann sehr gründlich an die Sache rangehen.
Red jedenfalls schien es nicht zu stören, dass ich trotz seiner Anwesenheit den Dreck aus seiner Box holte. Nachdem er eine schiere Ewigkeit Wasser getrunken hatte, döste er nun entspannt vor sich hin. Ich war fertig mit der Box und leistete ihm noch ein wenig Gesellschaft, um ihn zu schmusen. Dabei redete ich leise mit ihm. Nach dem anstregenden Training war er jetzt unglaublich ruhig. Er war sicher sehr müde. Also beschloss ich, ihm seine wohlverdiente Ruhe zu lassen und ging mit Jelly nach draußen auf dem Hof. Sie machte sich gleich an die Erkundung des Geländes, sodass ich schlussendlich allein war. Da auf dem Hof auch sonst nichts los war, schnappte ich mir eine Schubkarre und das nötige Werkzeug, um zu schauen, ob ich Koppeln oder Paddocks von Dreck befreien konnte.

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Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

Beiträge: 81

11.02.2010 19:57
#8 RE: Auf ins neue Leben antworten

Red hatte seinen freien Tag gestern sichtlich genossen, denn er schaute mir entspannt entgegen, als ich am Abend in den Stall kam. Eigentlich tat es mir Leid, dass ich gestern so wenig Zeit für ihn gehabt hatte, doch es schien ihn nicht weiter zu stören.
"Hey, Großer", begrüßte ich ihn und halfterte ihn auf, um ihn kurz in den Paddock zu bringen. Die Box musste gemacht werden. Red ließ sich ruhig und brav zum Paddock führen und schaute mir über den Zaun hinweg hinterher, während ich in den Stall ging. Vielleicht glaubte er, wieder nichts tun zu müssen. Da lag er falsch. Ich wollte ihn gleich noch eine Runde im Round Pen longieren. Aber zunächst...
Ich hob das alte Stroh auf die Karre und brachte diese nach draußen. Dann streute ich neu ein und räumte die Sachen wieder weg. Anschließend berprüfte ich die Tränke - bei diesen Temperaturen konnte es schon mal vorkommen, dass die Rohre einfroren. Aber alles funktionierte wunderbar. Ich holte mein Putzzeug, stellte es nach draußen und holte Red. Er benahm sich lammfromm wie ein Baby und ich war richtig stolz auf ihn. Vielleicht wollte er angeben. Mir war es eigentlich egal. Mir reichte, dass er stillstand, während ich ihn zum Training fertig machte. Sogar die Mähne ließ er sich entwirren, brav stillstehend, als wäre er endlich erwachsen geworden.
"Wer bist du und was hast du mit meinem lausbubigen Red Damon gemacht?", fragte ich scherzhaft und als würde er beweisen wollen, dass er immer noch der Alte war, trat er mir auf den Fuß. Schmerzvoll verzog ich das Gesicht und schob ihn zur Seite. Erst dann fühlte ich mich in der Lage, mit ihm dafür zu schimpfen. Ohne jegliche Art von Reue schaute er mich an, unbekümmert, als könne ihn kein Wässerchen trüben. Die Unschuld in Person. Ich seufzte, krazte ihm die Hufe aus und holte das Longerzeug. Und den Sattel. Irgendwann mussten wir es ja schaffen.

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Krümel
Hofbesitzerin
Beiträge: 94


14.02.2010 19:07
#9 RE: Auf ins neue Leben antworten

Wow! Du und dein Pferd, ihr kommt echt voran! Schöne ausführliche Berichte!

Vertrauen: +15
Erfahrung: +8

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
Administratorin und Hofbesitzerin - stets zu Diensten! ;-)

Matty

Beiträge: 81

14.02.2010 21:16
#10 RE: Auf ins neue Leben antworten

"Red!" Aufgeregt eilte ich in den Stall. Grade waren meine Eltern und ich von unserem Verwandtschaftsbesuch zurück gekehrt und sie hatten mich wie versprochen am Stall raus gelassen, damit ich meinem Pferd zumindest noch Hallo sagen konnte. Ich schob den Riegel seiner Boxentür zurück und schlüpfte hinein. Glücklich schlang ich meine Arme m seinen Hals und drückte mein Gesicht an sein weiches Fell, um seinen wunderbaren Duft einzuatmen. "Ich hab dich vermisst", nuschelte ich und er ließ die Schmuseaktion geduldig über sich ergehen. Lachend ließ ich ihn los. "Tut mir Leid, Großer", sagte ich entschuldigend. "Aber ich konnte nicht anders. Ich wei´, was dir eher passt..."
Meine Oma hatte mir eine Rüte Leckerlis geschenkt für mein Pferd geschenkt und die hatte ich jetzt natürlich dabei. Ich fütterte ihm zwei und legte die Tüte vor die Box auf den Stallgang, weil er sonst sicherlich versuchen würde, sie komplett leer zu fressen.
"Hast du mich auch vermisst?", fragte ich, während ich seinen Hals kraulte. "Ich hoffe, es ging dir gut, dieses Wochenende. Du warst sicher mit Chico auf der Koppel, oder?" Er schnaubte, als wolle er mir antworten. Ich lächelte und genoss es, einfach nur bei ihm sein zu können. Eigentlich hielt ich es kaum einen Tag aus, ihn nicht zu sehen. Und nun waren es fast drei gewesen.
"So, Süßer." Ich zupfte ihm den Schopf zurecht. "Ich geh kurz unser Zeug überprüfen. Ist sicher eingestaubt. Und dann komm ich noch mal zu dir und erzähle dir ganz ausführlich von meinem Wochenende, ja?"
Ich verließ beschwoingten Schrittes seine Box und schloss sie sorgfältig. Dann hb ich die Leckerlis auf und verstaute sie in der Sattelkammer in meiner Putzbox. Natürlich waren meine Sachen nicht eingestaubt. So lange war ich schließlich nicht weg gewesen. ABer ich könnte sie mal wieder putzen.... Morgen dann. Heute war es mir dafür zu spät.
Danach saß ich sicher eine Stune lang ini Reds Box. Ich erzählte ihm von den Tagen, an denen wir uns nicht gesehen hat, betonte immer wieder, wie sehr ich ihn vermisst hatte und kraulte und streichelte ihn ausgiebig. Als um 9 Uhr mein Handy vibrierte, hatte ich die Zeit schon völlig vergessen. Es war meine Mutter, die mit dem Auto vor dem Stall auf mich wartete. Seit knapp 15 Minuten, denn eeigentlich hatten wir gesagt, dass sie mich um viertel vor abholen würde.
"Tschüss, Großer", sagte ich liebevoll zu meinem Pferdchen. "Morgen komm ich wieder, versprochen." Dann ging ich nach draußen und ließ mich nach Hause fahren, den wunderbaren Gedanken im Hinterkopf, morgen wieer mit Red arbeiten zu können.

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Matty

Beiträge: 81

15.02.2010 17:45
#11 RE: Auf ins neue Leben antworten

"Yo, Red." Mit Jelly an meiner Seite betrat ich den Stall. "Geht's gut?" Ich kralute ihn zwischen den Ohren, was ihm offenbar sehr gefiel. Er grunzte leise. "Alter Schmuser", schalt ich ihn. "So weit kommt's dann noch. Warte hier auf mnich, ich hole unsere Sachen. Dann machen wir mit dem Sattel weiter, hm?" Ich ging in die Sattelkammer, um mein Putzzeug zu holen. Jelly lief neben mir her. "Jelly, ab", befahl ich und meine Hündin bellte leise und trollte sich dann nach draußen auf den Hof. Ich wusste, dass sie nur auf das Kommando gewartet hatte. Vermutlich spielte sie jetzt mit Joshi.
Bwaffnet mit dem Putzzeug holte ich meinen Dicken aus seiner Box und band ihn diesmal auf der Stallgasse an, denn Jelly tobte draußen rum und ich wollte nicht, dass er erschrak. Willig, fast ein wenig müde ließ er sich führen und anbinden und stand auch brav still, während ich sein weiches Fell bürstete. Dabei summte ich eine leise Melodie vor mich hin. Red ließ entspannt die Ohren hängen und verlagerte sein Gewicht auf drei Beine. Das linke Hinterbein ließ er entspannt hängen. "Faupelz", unterbrach ich meine Melodie, doch Red reagierte nicht. Deshalb setzte ich meine Putzsession mit kräftigen Strichen fort, bürstete auch seine Beine ab und entwirrte die Mähne. Der SChweif nahm etwas mehr Zeit in Anspruch, denn Red hatte damit offenbar in allem rumgepeitscht, was er finden konnte. Dementsprechend dreckig sah der nun aus und es dauerte eine halbe Stunde, bis auch der letzte Halm Stroh entfernt war.
"Schmutzfing"; betitlete ich mein Pferdn, während ich Sattel, Kappzaum, Longe und Longierpeitsche holte. Ich ließ Red am Sattel schnuppern und legte ihm diesen dann auf den Rücken. Er tat nichts. Brav stand er da und wartete. Ich zäumte ihn auf und machte die Longe fest. Dann führte ich ihn in den Round Pen.

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Matty

Beiträge: 81

16.02.2010 19:19
#12 RE: Auf ins neue Leben antworten

Im Stall war es ruhig, abgesehen von den typischen Geräuschen wie dem Rascheln von Stroh. Jelly schupperte draußen an etwas im Schnee und Red schaute mich aus seiner Box heraus an.
"Yo, Großer", begrüßte ich ihn. "Heute wird erst gespielt und dann gearbeitet." Seine Ohren zuckten, als würde er jedes Wort genau verstehen. "Na los, komm." Ich halfterte ihn auf und führte ihn aus dem Stall. Draußen blieb er zunächst stehen und schupperte in die Luft. Dann begann er unruhig zu tänzeln und ich beschloss, mich etwas zu beeilen. Er trabte fast neben mir her, während seine Ohren aufgeregt in alle Richtungen spielten. Sein Blick wirkte gehetzt und ich konnte seine Muskeln zittern sehen. Sein Bewegungsdrang war enorm.
Ich ließ ihn auf dem Paddock frei und sputete mich, wieder auf die andere Seite des Zauns zu kommen. Keine Sekunde zu früh war ich in Sicherheit. Red explodierte wie eine Bombe. Er stieg, buckelte, jagte am Zaun entlang und kreuz und quer. Dabei wieherte er schrill. Ich ließ ihn laufen und begab mich zurück zur Box, um diese auszumisten. Zuerst entfernte ich das alte Stroh, dann brachte ich es nach draußen. Anschließend streute ich ein und kontrollierte die Tränke. Alles klar, kein Prooblem. Ich räumte die Sachen beiseite und holte mein Putzzeug. Dann machte ich mich auf den Weg zurück zum Paddock, wo Red mit gespitzten Ohren und hoch erhobenem Kopf am Zaun entlang trabte. Ich seufzte. Eigentlich hatte ich vorgehabt, heute Sattel und Trense draufzumachen, um ihn in der Halle durch Hindernisse zu führen, doch so war mir das nicht geheur. Ich würde es auf Morgen verschieben.
Stattdessen nahm ich Red jetzt erstmal mit, um ihn zu putzen. Er zappelte unerträglich herum, während ich ihm Dreck und Schnee aus dem Fell bürstete. "Steh", sagte ich streng, doch er missachtete das Kommando einfach.
"Steh", wiederholte ich deutlicher und gab ihm einen Klaps auf die Nase. Erschrocken schaute er mich an. Ich erwiederte seinen Blick böse.
"Tu nicht so...", murrte ich und putzte weiter. Red war brav, bis ich an seinen Schweif kam. Er schlug damit, sodass das Verlesen eine halbe Ewigkeit dauerte und von mehreren strengen Kommandos meinerseits unterbrochen wurde. Das Hufe auskratzen war eine einzige Katastrophe. Red wollte partout nicht Hufe geben und entriss sie immer wiede meiner Hand.
"Nein, Red", sagte ich streng und beugte mich allein für den rechten Vorderhuf ein viertes Mal nach unten. "Gib Huf!" Diesmal bekam ich ihn ohne großartige Zwischenfälle sauber. Dafür stellte er seinen Hinterhuf dreist auf meinen Fuß. Ich schob ihn zur Seite und machte missmutig und streng weiter. Red schien zu bemerken, dass ihn seine Mätzchen nicht wei brachten, denn er hielt ab diesem Moment brav still und ließ sich danach ohne Widerwillen satteln und den Kappzaum anlegen. Genervt griff ich nach meiner Longierpeitsche. Dann führte ich ihn mit energischen Schritten über den Hof zum Round Pen.

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Matty

Beiträge: 81

17.02.2010 08:10
#13 RE: Auf ins neue Leben antworten

Heute hatte ich früh Zeit. Ich hatte gestern auf die Kreidetafel geschrieben, dass Red heute nicht auf die Koppel kam. Ich wollte am Vormittag intensiv mit ihm arbeiten und ihn dann selbst auf die Koppel stellen. Am Nachmittag wollte ich mit ihm spazieren gehen - mit Sattel und Trense. Denn wenn er sich heute früh ordentlich auspowerte, würde ich keine Schererein mit ihm bekommen.
"Yo, Großer", begrüßte ich ihn liebevoll. Er schnupperte an meiner Hand und als ich in die Box trat, um ihn aufzuhalftern, senkte er seine Nüstern zu meiner Tasche. Er roch das Leckerli, das ich ihm mitgebracht hatte.
Lachend fütterte ich es ihm, bevor ich ihn nach draußen brachte, um ihn zu putzen. Ich holte meine Sachen und dann konnte es losgehen. Besonders dreckig war er nicht, er war ja seit gestern nicht mehr draußen gewesen. Für sein Fell reichte leichtes Überputzen und auch die Mähne war sehr sauber. Ich büstete sie vorsichtig mit einer Haarbürste.
Der Schweif sah schon schlimmer aus. Strohhalme lachten mir entgegen, aber ich war nicht wütend. Pfeifend machte ich mich daran, den Schweif Haar für Haar zu verlesen. Red Ohren zuckten ob des ungewohnten Geräusches. Ich legte ihm die Hand auf die Kruppe, damit er sich beruhigte. Dann verlas ich weiter. Es dauerte nicht lange, dann war Red fertig. Nur noch die Hufe, die aber auch schön sauber aussahen. Dann führte holte ich mein Longierzeug - heute früh ohne Sattel - und machte ihn fertig. Die Luft war relativ mild, deshalb wollte ich heute mit ihm auf den Longierplatz. Das ewige im Kreis rennen im Round Pen, wo nie etwas zu sehen war, war auch langweilig.

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Berichtebewerter und Hofjournalist aus Leidenschaft

Matty

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17.02.2010 08:35
#14 RE: Auf ins neue Leben antworten

Ich band Red wieder draußen auf dem Putzplatz an und nahm dann den Longiergurt ab. Diesen brachte ich zusammen mit Kappzaum, Longe und Longierpeitsche wieder zurück in die Sattelkammer. Von dort nahm ich ein Leckerlie mit, das ich Red als Belohnung geben wollte. Er fraß es genussvoll und währenddessen begann ich schon damit, ihn zu putzen. Er hatte nur dort sehr leicht geshwitzt, wo der Longiergurt gelegen hatte. Mit einem feuchten Tuch wischte ich die Stellen ab, damit er sich nicht erkältete, und bürstete sie dann trocken. Er ließ genießerisch den Kopf hängen. Ich bürstete sein weiches Fell. Er verlor die ersten Haare seines Winterfells, trotz, dass es noch so kalt war. Na ja. Er würde schon nicht sterben.
Dann kratzte ich die Hufe aus und verlas noch ein flüchtig Schweif und Mähne. Ich brachte mein Zeug weg und band ihn los. "Zur Koppel, gell, Großer?", fragte ich ihn und führte ihn dorthin. Chico war schon draußen und begrüßte uns mit freudigem Wiehern. Reds Kopf schoss in die Höhe und er tänzelte feurig. Ich zupfte Am Strick, um ihm zu zeigen, wer der Boss war, bevor ich das Gatter öffnete und hinter uns wieder schloss. Dann erst ließ ich ihn frei. Er trabte ein paar Schritte, dann wieherte er lauthals und stieg. Er freute sich, draußen zu sein. Ich freute mich mit ihm. Aber bevor er noch einen Anfall bekam und mich vielleicht über den Haufen rannte, kletterte ich über den Zaun und ging zurück zum Stall. Ich könnte die Box jeztt gleich misten, ich hatte nämlich noch Zeit und dann würde ich mir heute Nachmittag Arbeit ersparen.
Ich holte das alte Stroh heraus und brachte es zum Misthaufen, dann streute ich neu ein. Ich gab mir besonders viel Mühe, warum, wusste ich nicht, aber ich hatte irgendwie das Verlangen dazu. Dabei pfiff ich eine leise Melodie. Ich pfiff auch noch, als ich die Sachen wegbrachte, und ich pfiff auch noch, als ich zurück zur Koppel ging. Red und Chico zupften die ersten, spärlichen Grashalme aus dem Boden und ich beschloss, sie nicht zu stören. So winkte ich meinem Schatz lediglich zu und machte mich dann auf den Heimweg.

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Matty

Beiträge: 81

19.02.2010 16:05
#15 RE: Auf ins neue Leben antworten

Nachdem meine Pläne in den letzten Tagen durchkreuzt worden waren, war ich an diesem Tag guter Dinge, dass Red und ich endlich zu unserem Spaziergang kämen. Mussten wir auch. Denn noch war das Wetter mild und am Wochenende wäre ich kaum da - nur am Sonntag Abend - deswegen mussten wir das nun mal durchziehen. Ich hatte Jelly mitgenommen, auch ihr würde der Spaziergang gut tun und vielleicht würde sie mein nervöses Hengstchen ruhiger machen.
"Yo, Großer", begrüßte ich meion Pferd, als ich nach seinem Halfter griff, um ihn auf den Paddock zu bringen. "Erst ein bisschen toben und dann gucken wir uns das Gelände an, in Ordnung?" Er schlug aufgeregt mit dem Schweif und schritt eifirg neben mir her, als wir zum Paddock gingen. Aber er war brav und das machte mir Hoffnung auf nicht von Muskelkater geplagte Arme an diesem Abend.
Er machte auch keine Zicken, als ich ihn los ließ, er stürmte nicht los, er ging nicht mal eine Runde im Schritt, er stand enifach nur da und schaute ins Nichts. Auch gut. Sorgen machen könnte ich mir spter immer noch. Auch Red hatte mal einen nostalgischen Tag.
Mit diesem Gedanken im Hinterkopf ging ich in den Stall zurück, meine Hündin an meiner Seite. Ich kraulte Chico, der mich herzerweichend ansah, weil ich seinen Kumpel raus gebracht hatte, bevor ich mich an die Box machte. Dabei summte ich vor mich hin. Jelly lag auf der Stallgasse und grunzte im Schlaf. Ich musste lächeln. In diesem Moment wurde moir bewusst, wie viel Glück ich hatte, denn ich hatte nicht nur den tollsten Hund der Welt, sondern auch das tollste Pferd, auch wenn er nur Unsinn im Kopf hatte.
Ich entleerte die Schubkarre auf dem Misthaufen und streute neu ein. Ein bisschen getrödelt hatte ich schon, weswegen ich mich zur Eile mahnte. Ich wollte wieder zurück sein, bevor es dunkel wurde. Deswegen stellte ich schon das Putzzeug bereit und holte Red dann vom Paddock. Er stand am Zaun und sah mir entegegen. "Willst du gar nicht laufen, Großer?"; fragte ich ihn und klopfte ihm den Hals. "Du bist mein gutes Hengstchen, gell?" Ich führte ihn zurück zum Anbinder und begann, den groben Schmutz aus seinem Fell zu bürsten. Er schnaufte entspannt und sah dabei so süß aus, dass ich meine Arbeit kurz unterbrechen musste, um ihn in den Arm zu nehmen. Es kam selten vor, dass er so lieb war wie heute - das musste man ausnutzen.
Dann bürstete ich auch den feinen Staub aus seinem Fell, machte seine Hufe - er gab auch brav jeden Huf und wartete geduldig, bis ich ihm erlaubte, abzusetzen - verlas seinen Schweif und bürstete seine Mähne. Dann forderte ich ihn auch, brav zu warten, während ich den Sattel und die Trense holte. Satteln war für ihn kein Problem mehr, er störte sich kaum noch an dem schweren Ungetüm. Aber das wurde auch Zeit, denn wir übten schon eine schier ewige Zeit. Das Auftrensen war schon eher ein Problem, denn das hatten wir lange nicht mehr gemacht. Red wehrte sich zunächst gegen das Gebiss - so einen guten Tag hatte er dann also doch nicht. Erst, als ich ihn mit einem Leckerlie bestach, öffnete er brav das Maul und ich schummelte das Gebiss mit dem Leckerlie zusammen hinein. Sr schüttelte unwillig den Kopf und scharrte mit dem Huf, machte aber keine größeren Zicken.
"Bereit?", fragte ich und hielt die Trense fest im Griff. "Komm, Jelly, es geht los. Schwanzwedelnd lief meine Hündin aus dem Stall auf mich zu.

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Matty

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19.02.2010 16:33
#16 RE: Auf ins neue Leben antworten

Ich nahm Red die Trense ab und band ihn wieder an. Die Trense müste ich gleich säubern, aber das würde ich machen, wenn er wieder in seiner Box stand. Zuunächst musste ich ihn absatteln und bürsten. Ich brachte den Sattel und die Trense vorläufig weg, dann machte ich mich daran, ihn zu bürsten. Da er nicht viel getan hatte, war auch für mich jetzt nicht so viel zu tun. Ich musste ihn lediglich überbürsten, seine Mähne und seinen Schweif entwirren und seine Hufe von Schnee- und Dreckresten befreien.
"So, Großer", sagte ich, nachdem wir fertig waren. "Ab in deine Box." Mit einer Hand führte ich ihn,in der anderen hielt ich den Putzkoffer. Red nutzte das aus, um faxen zu machen. Er schnappte nach dem Führstrick und war wirklich überrascht, als er bemerkte, dass ich ihm trotz meiner vollen Hände noch einen Klaps auf den Nase geben konnte, um sein ungezogenes Verhalten zu unterbinden. Danach war er lieb, doch ich war froh, als er in der Box stand. Ich nahm ihm das Halfter ab und räumte alles weg. Dann nahm ich die Trense und wusch das Gebiss ab. Auch das Leder wischte ich ab, denn es war voller Haare. Als ich sie wieder weghängte, viel mein Blick auf den einsamen Dressursattel für Red, den ich zwar schon gekauf hatte, aber noch nicht benutzen konnte. So weit wwaren wir noch nicht und bis wir es waren, würde ich mit dem Vielseitigkeitssattel trainieren.
Ich hob den Dressursattel vom Haken. Eine feine Staubschicht lag darauf und ich pustete sie hinunter. Dadrunter kam das schwarze Leder zum Vorschein. "Zeit, ein bisschen was zu tun...", murmelte ich und holte Sattelfett, um das Leder wieder zum Glänzen zu bringen und es wieder geschmeidig zu machen. Ich war lange beschäftigt, die einzelnen Teile erst ein wenig abzuputzen uund sie dann einzufetten, aber als ich mein Ergebniss bewunderte, war ich stolz auf mich. Der Sattel war nun nicht mehr mattschwarz, er glänzte und vor meinem inneren Auge sah ich mich und Red auf einem Turnier. Ich trug ein schwarzes Jackett und er den schwarzen Sattel, der auf seinem Fell wunderbar aussah. Ich schmunzelte über meine eigene Verträumtheit. Dann beschloss ich, dass ich genauso gut Heim gehen konnte und verließ die Sattelkammer. Ich verabschiedete mich von meinem Pferdchen und schrieb auf die Kreidetafel seienr Box, dass er morgen nach der Koppelzeit doch bitte auf den Paddock gebracht und wieder hereingeholt werden sollte, da ich keine Zeit hatte. Dann pfiff ich nach Jelly und machte mich mit ihr auf den Heimweg.

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Matty

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22.02.2010 17:00
#17 RE: Auf ins neue Leben antworten

"Yo, Großer." Ich begrüßte Red, indem ich ihm den Halks klopfte und ihm die Stirn kraulte. "Geht's gut?" Er schnaubte Es klang, als würde er 'Ja' sagen wollen. Ich lächelte. "Schön. Mir auch. Hm..." Ich überlegte einen Moment. "Was sollen wir heute machen? Eigentlich... egal. Erstmal raus mit dir, damit ich die Box machen kann." Ich halfterte ihn auf und führte ihn aus der Box. Schon auf dem Stallgang tänzelte er nervös auf und ab. Ich umklammerte den Führstrick, damit er keine größeren Dummheiten machte. In der Stalltür blieb er stehen.
"Komm schon, Red", forderte ich streng, doch er bewegte sich keinen Zentimeter. "Los doch!" IUch gab ihm einen Klaps auf die Kruppe. Er machte einen Satz nach vorne und schaute mich dann erstaunt an. Als ich ihn erneut anführte, ging er mehr oder minder brav neben mir her. Das freie Wochenende hatte ihn einiges an Gehorsam gekostet und ich beschloss, Sattel und Trense heute außen vor zu lassen. Bodenarbeit war definitiv wichtiger. Und auch, wenn ich diese irgendwann mal mit Sattel drauf durchführen wollte... Im Moment war er mir dafür zu unruhig. Deshalb war ich auch mehr als froh, als er auf dem Paddock stand und ich mich nicht mehr beim Führen mit ihm abkämpfen musste. Aber auf mich kam ja nachher auch noch das Putzen zu...
Nur zuerst musste die Box gemacht werden. Ich nahm den Strick wieder mit - Halfter hatte ich draufgelassen, um Ärger beim einfangen zu vermeiden - und hängte ihn an die Boxentür. Dann holte ich die Karre, sowie eine Mistgabel. Red hatte seine Box ordentlich eingesaut und ich brauchte ziemlich lange, um allen Dreck feraus zu holen. Ich entfernte das komplette Stroh und brachte es nach draußen. Dann streute ich komplett neu ein. Mit meinem Ergebnis zufrieden räumte ich die Sachen weg, stellte das Putzzeug bereit und begab mich mit dem Strick bewaffnet zurück zum Paddock.
Red stand am anderen Ende des Zauns und schaute mir entgegen. Ich pfiff und rief seinen Namen, als ich den Paddock betrat, doch er schaute mich nur reglos an. "Komm schon, Red", forderte ich ihn auf, sich einfangen zu lassen, doch er rührte sich keinen Schritt. Also ging ich auf ihn zu, um ihn zu holen. Ich erwartete schon, dass er davon lief, doch er wartete geduldig, bis ich den Strick befestigt hatte und ging dann ruhig nebrn mir her. Hoffentlich hatte er sich richtig ausgepowert...
Beim Putzen wurde ich eines Besseren belehrt. Red war unruhig, scharrte mit den Huf und warf den Kopf hin und her. "Steh", furh ich ihn strentg an, doch er legte bloß die Ohren zurück und machte weiter. Ich beschloss, dass Bodenarbeit heute nicht die beste Lösung war und plante im Geiste schon, ihn zu Longieren, während ich sein Fell mit kräftigen Strichen bürstete. Er streckte den Hals in Richtung der Bürste und schnappte danach. Ich gabihm einen Klaps auf die Nüstern und schimpfte mit ihm. Mehr oder weniger reumütig ließ er die Bürste wieder los und ich konnte weiter machen. Brav ließ er sich Mähne und Schweif verlesen, doch beim Auskratzen der Hufe stand ich vor einem erneuten Problem. Red gab die Hufe nicht ordentlich und wenn ich sie endlich oben hatte, riss er sie mir wieder aus der Hand.
"Gib Huf", fauchte ich ihn an. Und siehe da - es klappte! Auch bei den übrigen dre Hufen war ich etwas strenger mit ihm, sodass der Rest des Putzens relativ ordentlich von Statten ging. Ich ließ ihn stehen, während ich das Longierzeug holte. Kein Sattel diesmal, er sollte sich einfach nur ein bisschen bewegen. Ich legte ihm den Kappzaum an, ließ den Longiergurt aber weg. Dann führte ich ihn, die Peitsche in einer Hand, an der Longe zum Round Pen.

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Matty

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23.02.2010 18:31
#18 RE: Auf ins neue Leben antworten

"Nabend." Ich zog meinen imaginären Hut vor meinem Pferd, der mich diesmal nicht begrüßte, sondern mir sein elegantes Hinterteil zuwandte. "Alles klar bei dir?" Er drehte mir den Kopf zu und schnaubte, dann drehte er sich ganz um und begrüßte mich, indem er mich vorsichtig anstupste. "Alles klar", beantwortete ich mir selbst meine Frage. "Bei mir auch. Was machen wir heute?" Ich legte ihm das Halfter an und holte ihn aus seiner Box. "Erstmal ein bisschen laufen, dann kümmern wir uns um alles andere, nicht wahr?" Brav schritt er neben mir her und schaute sich dabei ein wenig um. Ich lobte ihn, als wir den Paddock erreichten, für sein sehr vorbildliches Verhalten und ließ ihn frei. Er trabte zwei Runden, dann blieb er stehen und schaute mich reglos an. Ich musste lächeln, ob seiner Schönheit und Eleganz, die er in diese Statuenposition legte. Dann winkte ich ihm zu und ging zurück zum Stall, um die Box zu machen. Ich spürte seinen Blick im Nacken, bis ich außer Sichtweite war.
Pfeifend holte ich den Dreck aus der Box und streute neu ein. Ich kontrollierte die Tränke, obwohl es wieder milder wurde. Man konnte ja nie wissen. Dann begab ich mich zurück zum Paddock, wo Red mittlerweile ein bisschen im Schritt herum ging. Er schien sich zu langweilen. Ich beschloss, dass er ruhig noch einen Moment herum laufen konnte und kletterte über den Zaun.
"Hey, Red!", rief ich nach ihm und sein Kopf flog in meine Richtung. "Bist du heute faul?" Ich gab ihm, als ich ihn erreicht hatte, einen Klaps auf die Kruppe, doch er trabte nur drei Schritte und blieb dann wieder stehen. Ich seufzte. "Na gut", sagte ich dann und befestigte den Strick an seinem Halfter. "Komm schon, Großer." Ich führte ihn aus dem Paddock und zurück zum Stall. "Zeit, dich ein wenig sauber zu machen." Wie immer nach dem Spielen auf der Koppel oder dem Paddock überzog eine feine Schicht Dreck ein fuchsfarbenes Fell. Als ich ihm über den Hals strich, wirbelte ich den Dreck kurzzeitig auf, bevor er sich wieder auf das Fell sinken ließ.
"Gut siehst du aus", befand ich scherzhaft, während ich ihn anband. "Sehr elegant, aber ich glaube, du könntest noch ein kleines Umstyling vertragen." Ich holte das Putzzeug und begann, sein Fell mit kräftigen Strichen zunächst überzubürsten. Der Dreck verschwand nach und nach, aber ich entdeckte an seinem Bauch einen Matschfleck, an dem ich länger zu knabbern hatte, denn er wollte und wollte nicht verschwinden. Nach einer Weile hatte ich es doch noch geschafft und widmete mich danach weniger intesiv Mähne und Schweif. Es ging ohnehin nur darum, alles Stroh zu entfernen... Anschließend säuberte ich seine Hufe und fand ein kleines Steinchen, das ich sofort entfernte. Dann betrachtete ich mein Werk.
"Jetzt bist du schön", sagte ich diesmal ernsthaft. "Wenn du dich im Spiegel sehen würdes, würdest du dir auch gefallen. Aber das ändert nichts daran, dass du dich benehmen musst." Denn mein Pferd hatte, ob meienr Komplimente, beschlossen, dass er ruhig mal Faxen machen konnte. Aber als er meine Worte vernahm, beruhigte er sich wieder. "Also, was wollen wir heute machen?", fragte ich deshalb und beschloss, dass 'freies Laufen' ihm vielleicht nicht schaden würde. Zur Sicherheit holte ich den Kappzaum und die Longe, um beides zur Not zur Hand zu haben, dann führte ich ihn zur Halle, wo aber grad Anna mit ihrer Stute trainierte. Ich wollte die beiden nicht stören und griff so auf das altbewährte Longieren zurück. Im Round Pen, denn draußen war mir das Wetter zu ekelig nass-kalt.

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Matty

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24.02.2010 17:22
#19 RE: Auf ins neue Leben antworten

"Yo, Großer." Mit Jelly an meiner Seite betrat ich ausnahmsweise mal im Hellen den Stall. "Alles klar?" Ich schnappte mir sofort Halfter und Strick, um ihn anzubinden und zu putzen. Ich wollte ein bisschen raus und das möglichst noch im Hellen. Deswegen würde ich das Misten auf später verschieben. Red sollte möglichst viel Spaß haben heute, denn es war vor dem Wochenende der letzte Tag, an dem ich mir Zeit für ihn nehmen konnte.
"Also, Großer, heute machen wir die Trense drauf und gehen ein bisschen in den Wald", erzählte ich ihm, während ich mit dem Striegel sein weiches Fell bürstete. "Ganz entspannt und locker, ohne laufen, einfach nur bummeln. In Ordnung?" Ich klopfte den Striegel sauber und widmete mich seiner anderen Seite. "Jelly begleitet uns. Sie ist gerne im Wald und dir tut das vielleicht ganz gut. Immerhin wäre das dein erster Wald-Tag."
Ich war fertig und räumte den Striegel wieder weg. Dann bürstete ich seine Mähne und verlas den Schweif mehr oder minder ordentlich von Hand. Ich war mehr oderweniger zufrieden, kümmerte mich aber nicht weiter drum, sondern nahm den Hufkratzer. "Gib Huf", sagte ich deutlich und Red hob brav den Fuß. Ich musste ein ein Kinderlied denken und hatte sofort einen Ohrwurm. "Zeigt her eure Füße...", sang ich, während ich seine Hufe auskratzte. Seine Ohren zuckten beim Klang meiner Stimme und ich bekam das Gefühl, dass er es gerne hatte, wenn ich sang oder pfiff oder summte. Melodien sagten ihm zu. Das würde ich mir für's Anreiten merken, denn wenn es ihn beruhigte, sollte es mein Schaden nicht sein.
"So, Großer, wir sind fertig. Warte hier, ich hole die Trense." Ich verschwand im Stall und kam einen Moment später mit der Trense zurück. Ich legte sie ihm an, doch wie immer sperrte er sich zunächst gegen das Gebiss. Er biss felsenfest die Zähne zusammen, doch ich hatte mitgedacht und ihm ein Leckerlie mitgebracht. Als er das Maul öffnete, um es zu nehmen, schmuggelte ich das Gebiss mit rein. Und ab da fand er es gar nicht mehr schlimm.
"Bereit, dich in den Matsch zu stürzen?", fragte ich grinsend und nahm die Zügel fest in die Hand. "Dann los. Komm, Jelly!"

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Matty

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24.02.2010 17:47
#20 RE: Auf ins neue Leben antworten

Unser Spaziergang war nicht sonderlich lang gewesen, aber weder mich noch Red störte das sonderlich. Lediglich Jelly hatte noch einiges an Bewegungsdrang übrig und tollte über den Hof, während ich die Hufe meine Pferde auskratzte und ihm mit der Wurzelbürste die Beine säuberte. Seit der Schnee taute war der Boden super ekelig und matschig-nass, sodass Red nicht sonderlich gut aussah. Auf den Paddock wollte ich ihn auch nicht mehr stellen, denn vermutlich würde er bis zum Bauch versinken. Ich überlegte, ob ich ihn im Round Pen laufen lassen konnte, während ich die Box machte. Dort war alles eingezäunt und ich konnte das Tor verrieheln. So konnte er sich bewegen und nicht abhauen... Und ich könnte meine Pflichten erfüllen, ohne ihn danach noch mal schrubben zu müssen.
"Na dann komm"; forderte ich ihn auf und brachte ihn in den Round Pen, der sogar frei war. Jelly wies ich an, ebenfalls dort zu warten, damit sie ein bisschen aufpassen konnte. "Und du kannst nopch ein bisschen laufen." Ich gab Red einen Klaps und er trabte ein paar Schritte, bevor er stehen blieb und den Boden beschnupperte. Ich ließ ihn machen und widmete mich der Box.
Ich holte das alte Stroh raus und karrte es zum Misthaufen. Dann verteilte ich eine ordentliche Lage frisches STroh und räumte das Zeug wieder weg. Anschließend säuberte ich noch das Gebiss, denn Red hatte ordentlich seinen Sabber darauf verteilt. Dann war es Zeit, in wieder hinein zu holen.
"So, Großer", sagte ich zu ihm, als er wieder im Stall stand. "Am Wochenende bin ich nicht da, deshalb musst dir die Koppel reichen. Montag unternehmen wir wieder was, okay?" Ich klopfte ihm den Hals und verließ den Stall. Jelly trottete brav neben mir her, als ich Red noch einmal winkte und dann Heim ging.

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