Auf dem Longierzirkel angekommen führte ich Red zu nächst ein wenig herum, um ihn mit der Umgebung vertraut zu machen. Er tänzelte hin und her und schaute sich neugirig den Platz an, schnaubte in die letzten Reste Schnee, die noch nicht abgetaut waren und folte mir dann in die Mitte. Ich schüttelte den Kopf. "Nein, Red", sagte ich ruhig und führte ihn auf dem Hufschlag zurück. "Steh." Er trippelte unruhig, blieb aber stehen und wartete auf mein Kommando. "Scheeeeritt", forderte ich ihn auf und Red zockelte los. Völlig unsauber, durcheinander und überdreht. "Ich tippte ihn vorsichtig mit der Longiereitsche an. "Ordentlich, Red", sagte ich. doch es half nichts, weshalb ich das Kommando zum Stehenbleiben gab. Er schaute mich verwirrt an. "Scheritt!", sagte ich einen Moment später und diesmal ging es ganz ordentlich. Ich ließ ihn einige Runden gehen, wobei ich darauf achtete, dass er es auch ordentlich machte, bevor ich ihn antraben ließ. Und ab da begann unser Krieg. Bockend jagte Red los, so schnell es der Kreis, den er zu gehen hatte, zuließ. Ich hatte Mühe, die Longe zu halten und noch mehr Mühe, ihn wieder zu beruhigen. "Brrr, Red", sagte ich mit lauter, aber beruhitgender Stimme, doch der einzige Gefallen, den er mir tat, war der, etwas langsamer zu galloppieren, was aber durchaus noch immer nicht das war, was ich wollte. "Terab", versuchte ich es mit dem nächsten Kommando. Red buckelte ungestüm, wurde aber langsamer und verfiel in einen holprigen Trab. "Schritt", verlngsamte ich sein Tempo noch etwas, und forderte ihn nach zwei SChrittrunden auf: "Terab!" Diesmal war sein Trab zwar schnell, aber immerhin nicht mehr so holprig und übereilt. Mit gespritzen Ohren lief er im Kreis, unkonzentriert, nervös und voller Bewegungsdrang. Ich beschloss, ihn nciht galloppieren zu lassen. Und das nicht nur, weil der Schnee es nicht zuließ, sondern auch, weil ich keine Lust auf weiteren Ärger hatte. Nach einigen RUnden im Trab beruhigte er sich etwas und wurde langsamer. Auch seine Konzentrations wuchs und er hörte eher auf meine Kommandos, aus Angst, etwas zu verpassen. Er war tatsächlich ein lern- und arbeitswilliges Pferd. Nur die ungestüme Jugend und sein Bewegungsdrang machten mir das Leben schwer. Nach 15 Minuten führte ich einen Handwechsel durh und übte Schritt - Trab Übergänge, sowie durchparieren und ordentliches Stehen. Es kostete uns beiden Mühe, denn seine Konzentration ließ oftmals etwas nach und er zappelte ein wenig herum. Mit ruhigen Kommandos erlangte ich seine Aufmerksamkeit schließlich zurück und ließ ihn dann noch ein letztes Mal antraben, bevor ich ihn noch einige Runden Schritt gehen ließ. "Steh", gab ich schlussendlich das Kommando und er stand nahezu mustergültig. Ich klopfte ihm den Hals und brachte ihn zum Stall zurück, wo ich ihn noch einmal überputzte und ihm gründlich die Hufe auskrazte. Dann stellte ich ihn in seine Box und fütterte ihn mit einem Leckerlie. Ich räumte noch schnell meine Sachen wieder weg und machte mich dann daran, den Hof zu erkunden. Je eher ich mich auskannte, desto besser wäre es.
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Ich führte Red einige RUnden im Schritt umher, damit er sich die Halle anschauen konnte. Nach der dritten RUnde taten mir die Arme weh, weil er es furchtbar eilig hatte und die Hindernisse in der Mitte sehr interessant fand. Den Rest der Halle beachtete er kaum, sodass ich beschloss, ihn jetzt an die Hindernisse heran zu führen. Die meisten kannte er schon, aber dennoch unterzog er sie einer genauen Inspektion. Ich ließ ihm den STrick lang und er schnupperte an den Stangen, stieß sie vorsichtig an und trat schließlich sogar ein Hütchen um. "Nein", sagte ich tadelnd und stellte es wieder auf. Er schnupperte noch einmal intensiv daran, dann wandte er seine Aufmerksamkeit meinem Hund zu, der mit dem Kopf auf den Pfoten auf dem Hufschlag lag. "Komm, Jelly", lockte ich sie und sie kam herüber, um sich brav neben mich zu setzen. Red schnupperte auch noch an ihr, dann war es gut. Aufmerksam schaute er mich an und wartete auf meine Kommandos. "Scheritt", sagte ich ruhig und führte ihn zunächst zwischen den einzelnen Hindernissen hindurch. Seine Ohren spielten nach vorn und zur Seite und ich merkte, dass er konzentriert war und auf meine Anweisungen wartete. Deswegen begannen wir mit der ersten Lektion. Ich lotste ihn zum Stangen-L und ließ ihn direkt davor mit einem "Steh", anhalten. Im Geiste zählte ich. 23, 24, 25 "Scheritt." Ich ging neben ihm her und lotste ihn um die Kurve. Mit dem Hinterhuf stieß er gegen eine Stange, aber ansonsten machte er es ganz ordentlich. "gut", lobte ich ihn und führte ihn noch einmal zum Anfang des Ls. Davor ließ ich ihn wieder halten und richtete ihn einige Schritte rückwärts, bevor ich ihn noch einmal hindurch führte. Diesmal machte er es perfekt ohne eine Stange zu berühren. Lobend klopfte ich ihm den Hals. "Prima, Red, sehr schön", lobte ich. Dann führte ich ihn zum nächsten Hindernis. Die Stangen auf dem Boden, über die er steigen musste. Direkt dahinter stand das kleine Cavaletti. Ich pfiff leise und Jelly, die mir bis dahin ganz brav bei Fuß gegangen war, hüpfte über die Stangen und schließlich über das Cavaletti. Dahinter setzte sie sich in den sandigen Hallenboden und wartete auf mich und mein Pferd. Ich gab ihm einen Moment, an den Stangen zu schnuppern, dann ließ ich ihn hinüber gehen, während ich neben den Stangen herging. Er hob brav die Hufe und schaffte auch das Cavaletti ohne gegen die Stangen zu stoßen. Bodenarbeit war genau sein Fall. So konzentriert war er schon lange nicht mehr gewesen. Ich lobte ihn und beschloss, ihn noch einmal von der anderen Seite über die Stangen gehen zu lassen. Doch vorher wollte ich noch den Slalom mit ihm gehen. Auch hier ließ ich Jelly vorlaufen. Auch sie lieb te Aufgaben und Hindernisse, weswegen ich sie grundsätzlich immer zur Bodenarbeit mitnahm. Nachdem sie den Slalom hinter sich gelassen hatte, ging ich direkt bene Reds Kopf um die Hütchen. Den Slalom kannte er noch nicht, weswegen ich nicht einfach nebenher gehen konnte. Ich musste ihn gezielt hindurch führen, damit er verstand, was die Aufgabe war. Den Slalom widerholte ich noch zwei Mal, dann ging ich mit ihm zurück zum Cavaletti. Diesmal musste er dort zuerst seine Hufe drüber heben und dann über die Stangen gehen. Es klapte ganz gut, nur die letzte STange stieß er mit dem Vorderhuf an, sodass er ein wenig aus dem Tritt kam. "Vorsicht", sagte ich sanft und schob die Stange mit den Fuß zurück an ihren Platz. Dann führte ich ihn ein wenig im Kreis und ließ ihn schließlich noch einmal über die Stangen gehen. Diesal klappte es wieder nicht. Er konzentrierte sich nicht. Ich führte ihn noch einmal zum Stangen-L und ließ ihn dort direkt vor der Kurze anhalten. Zwischen den Stangen forderte ich ihn auf, ein paar Schritte rückwärst zu gehen, sodass er besser auf seine Hufe achten musste. Es klappte. Ich lobte ihn überschwänglich und nahm noch einmal das Cavaletti und die Stangen in Angriff. Diesmal klappte es einwandfrei, da er besser darauf achtete, wohin er seine Hufe setzte. Ein Blick auf meine Armbanduhr zeigte mir, dass wir schon eine viertel Stunde bei der Arbeit waren und so wählte ich als letzte Aufgabe das Stangenlabyrinth. Es bestand aus mehreren Kurven und war deshalb eine erhöhte Schwierigkeitsfom. Red ging, den Kopf nahe am Boden, langsam zwischen den Stangen hindurch und meisterte auch die Kurven mit Bravur, wobei er gleich bei der ersten ziemlich trippeln musste. Offenbar hatte er sich beim Abstand verschätzt. Ansonsten klappte es ganz gut und ich lobte ihn ordentlich. Zum Schluss ließ ich ihn noch einmal über die Stangen gehen und richtete ihn an der kurzen Seite der Bahn rückwärts. "Steh", sagte ich schließlich und Red, der noch voll konzentriert war, stand grade und ordentlich. Ich bepbachtete den Sekundenzeiger der Uhr. Nach 35 Sekunden gab ich das Kommando zum Antreten und führte ihn in die Mitte der Hale. Ich löste den Strick, um ihm noch einen Moment Zeit zum Erkunden zu geben, während ich aufräumte, doch er stand einfach nur da, mit gesenktem Kopf und döste. Die Konzentrationsphase hatte ihn schön ausgepowert. Heute Nacht würde er sicher sehr gut schlafen. Nach dem Aufräumen pfiff ich mir Jelly wieder bei Fuß - sie hatte nämlich die Halle genau erkundigt - und brachte Red zurück zum Stall. Dort kratzte ich ihm die Hufe aus - geschwitzt oder dreckig gemacht hatte er sich nicht, sodass putzen nicht großartig nötig war - und stellte ihn dann in seine Box.
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Ich hatte mit Absicht auf die Longierpeitsche verzichtet. Red würde schon allein wegen dem Sattel aktiv genug sein. Beim Round Pen angekommen gab ich Jelly den Befehl, artig draußen zu warten. Sie würde Red nur noch nervöser machten, auch wenn die beiden gute Freunde waren. Ich stellte mich an Reds Seite und löste vorsorglich die Longe, bevor ich den Sattelgurt anzog. "Tut dir nichts, Großer", sagte ich beruhigend und im ersten Moment sah es so aus, als würde es funktionieren. Doch sobald alles verschlossen und verschnallt war - dabei hatte ich extra locker gelassen - platzte bei Red irgendein Knoten. Bockend jagte er durch im Round Pen umher, immer im Kreis um mich herum, als hätte ich ihn an der Longe. Ich ließ ihn toben. Ruhig stand ich in der Mitte, weil ich wusste, dass er mir nichts tun würde. Natürlich war es gefährlich. Aber Red war nicht außer Kontrolle, sondern nur missmutig. Sein Verstand war noch klar genug, um zu wissen, dass ich hier stand und dass er mir nicht zu nahe kommn brauchte. "Langsam, Red", sagte ich, nachdem er gefühlte 5 Minuten später noch immer Bocksprünge vollführte. Doch glücklicherweise lag der Sattel noch immer auf seinem Rücken. "Langsam." Meine Stimme wurde leiser und Red fiel zunächst in einen schnellen Gallopp, bevor er merklich langsamer wurde und schließlich zum Stehen kam. "Der Sattel ist kein Monster", sagte ich mit beruhigender Stimme und ging langsam auf ihn zu. "Dir passiert dabei nichts. Du bist ein guter Junge." Ich strich ihm mit der Hand über den Hals, lobte ihn ausgiebig und legte schließlich meine Hand auf den Sattel. "Guter Red", lobte ich ihn. "Alles okay." Ich sprach weiter beruhigend auf ihn ein, während ich den Sattelgurt nur ein Loch enger schnallte. Reds Muskeln zuckten. Langsam zog ich mich zurück und nur den Bruchteil einer Sekunde später war er wieder losgestürmte. Diesmal ohne zu buckeln jagte er drei Runden m den Round Pen, bevor er wieder langsamer wurde und schließlich stehen blieb. Er zitterte und war schweißnass. Sofort war ich bei ihm und löste den Sattelgurt. "Armer Red", tröstete ich ihn. "Wollen wir später weitermachen?" Ich nahm den Sattel ab und legte ihn neben mich in den Sand. Die Satteldecke legte ich dazu. Dann schnallte ich die Longe wieder fest und ließ ihn auf den Hufschlag gehen. Ich ließ ihn einen langsamen Schritt gehen, damit er wieder einigermaßen trocken wurde. Nach bestimmt 5 oder 10 Minuten ließ ich ihn anhalten. Mit dem Sattel über dem Arm ging ich zu Red hinüber. "Trägst du ihn zurück?", fragte ich ruhig und legte ihm das 'Ungeheur' auf den Rücken. Er zuckte nicht. So machte es ihm nichts aus. Nur, wenn der Sattel geschlossen war... Dabei konnte er es mit Longiergurt doch auch... Na ja. Später würde ich Krümel danach fragen, denn sie hatte ja auch ein Jungpferd. Vielleicht hatte sie eine Idee. "Komm, Jelly", sagte ich auffordernt und zu dritt begaben wir uns zurück in den Stall.
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Ich führte Red an der Longe zum Round Pen, der Sattel lag über meinem freien Arm. Red beäugte ihn misstrauisch, machte aber keine Anstalten, ihm ausweichen zu wollen. Immerhin etwas. Vielleicht würde es heute besser laufen als gestern. Diesmal ließ ich ihn an der Longe zunächst ein paar Runden im Schritt gehen. Der Sattel lag neben mir im Sand. Red schaute immer wieder zu ihm hinunter und versuchte einmal, zur Seite auszuweichen, doch als ich ihn beruhigte und mit der Longierpeitsche leicht antippte, schritt er brav weiter vorwärts. Nach weiteren fünf Runden ließ ich ihn langsam antraben. Red machte einen Satz nach vorne, lief aber ruhig und gelassen. Ich war froh. Die Bodenarbeit hatte ihre Wirkung gezeigt, und der freie Tag war auch nützlich gewesen. Red war konzentriert und entspannt. Seine Gänge waren locker und weich. Ih war richtig froh. Nach den vielen Misserfolgen und anstrengenden Trainings brauchte ich unbedingt ein Erfolgserlebnis. Ich gab das Kommando zum Durchparieren und ließ ihn schließlich anhalten. Ich holte ihn zu mir in die Mitte und ließ ihn driekt neben dem Sattel stehen bleiben. Er beachtete ihn nicht. "Guter Red", lobte ich und legte ihm zunächst die Decke auf. Er zuckte nicht mal mit der Wimper. Jetzt kam der Sattel. Lose auf seinem Rücken liegend fand Red das 'Ungetüm' nicht einmal schlimm. Zwar schielte er misstrauisch nach hinten, zickte aber nicht. Ich lobte ihn lang und ausgiebig und ließ ihn sich eine Weile an das Gewicht gewöhnen, bevor ich - untermalt von beruhigenden Worten - den Sattelgurt schloss. Nur sehr locker. Red stand still wie eine Statue, doch ich sah, dass seine Muskeln zitterten. Er war furchtbar nervös. Aber immerhin zickte er nicht. Ich brachte ihn zurück auf den Hufschlag und ließ ihn langsam antreten. Steif setzte er einen Fuß vo den anderen, bilckte starr gradeaus, ohne den Kopf zu bewegen. Ich ließ ihn weiter gehen. Das klappte immerhin besser als gestern, auch wenn seine Gänge jetzt eher abgehackt als weich aussahen. Ich sprach die ganze Zeit mit ihm, völlig belangloses Zeug, das keinerlei Zusammenhang besaß. Er entspannte sich langsam, doch unsicher wirkte er noch immer. Ich beschloss, es mit einem kurzen Trab zu versuchen. Red ging stur im Schritt weiter und als ich versuchte, ihn mit der Longierpeitsche anzutippen, buckelte er einmal und schlug kräftig aus. Dann stürmte er im Gallopp los, ohne Rücksicht auf Verluste und es dauerte einige Zeit, bis ich ihn wieder im Schritt hatte. Sein Gang war wieder so unruhig und abgehackt wie zu Anfang. Ich ließ ihn noch zwei Runden gehen, dann holte ich ihn wieder hu mir hean. Noch immer zitterte er. "Armer Junge", flüsterte ich, während ich seinen Sattel abnahm. "Ist schon in Ordnung. Du hast das super gemacht." Ich lobte ihn für seine Mühe und ließ ihn noch ein paar Minuten ohne Longe im entspannten Schritt und Trab gehen. Erst, als er sich wieder beruhigt hatte, führte ich ihn zum STall zurück, den Sattel über dem Arm. Ich bürstete ihn über und krazte die Hufe aus, stellte ihn in die Box, wo ich ihn noch einmal lobte und räumte dann meinen Kram weg. Auf dem Rückweg wünschte ich ihm ein schönes Wochenende, denn ich würde keine Zeit für ihn haben. Meine Eltern wollten mit mir zu Verwandten ahren und deswegen musste er alleine bleiben.
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"So, Red." Ich schloss das Tor des Round Pens hinter uns und ging in die Mitte. Dort zog ich den Sattelgurt ein wenig nach. Red stand mustergültig still und tat nichts. Ich war ein wenig verwundert, gleichzeitig aber auch ein wenig stolz. Das hier war schließlich mein Verdienst. Ich hatte mein Pferdchen bis hier hin gebracht und ich würde es auch noch weiter schaffen. "Los geht's",forderte ich meinen Großen auf und schickte ihn auf den Hufschlag. Er fiel automatisch in den Schritt. Er ging noch etwas krampfig, ob des Sattels, doch er machte keine Zicken. "Guter Junge", lobte ich ihn. "Ganz toll machst du das." Er schnaubte wie zur Bestätigung und nickte mit dem Kopf. Heute war er wirklich ein liebes Pferd. "Gut", sagte ich erneut. "Prima, Red." Ich sprach mit sanfter, aufmunternder Stimme und langsam merkte ich, dass seine Gänge weicher wurden. "Sehr schön", lobte ich ihn und ließ ihn dann die Hand wechseln. In die andere Richtung ließ ich ihn auch noch eine Weile Schritt gehen. Dabei ließ ich ihn einige Schritt-Stand-Wechsel unter dem Sattel ausführen. Er machte keine Mucken und ich war unglaublich stolz auf ihn. Nach knapp 10 Minuten war sein SChritt weich und flüssig wie immer, sodass ich ihn zu einem leichten Trab antrieb. Red bockte. "Hooooo", sagte ich beruhigend und ließ ihn zurück in den Schritt fallen. Nach einer RUnde ließ ich ihn erneut antraben und diesmal klappte es ausgezeichnet. "Braaaav", lobte ich ihn. "Nur weiter so." Er trabte locker um mich herum und so langsam wunderte mich sein plötzlicher Umschwung. Der Sattel schien ihn kaum noch zu stören. Ich war richtig glücklich, doch ich sagte mir, mich nicht zu früh zu freuen. Ich wollte erst schauen, wie das Training der nächsten Tage werden würde. Red schlug während des Trabens mit dem Kopf und wurde unruhig. Ich summte leise vor mich hin. Reds Ohr drehte sich sofort in meine Richtung und er wurde wieder ruhiger. Ich summte weiter. Nach knapp fünf Minuten parierte ich Red durch, ließ ihn eine halbe Runde Schritt gehen und wieder antraben. Red zeigte keinerlei Mucken. Ich ließ ihn noch ein paar Mal durchparieren und antraben, dann wagte ich den nächsten Schritt. "Gaaallopp", sagte ich mit sichererer Stimme, als mir eigentlich zu Mute war. Red verfiel ihn einen eifrigen, schnellen Gallopp. Das war nicht das, was ich wollte. "Hooo, Red", sagte ich mit ruhiger Stimme und er wurde sofort langsamer. Heute war er wirklich lieb. In ruhigem Tempo galloppierte er um mich herum und war dabei die ganze Zeit aufmerksam. Nach einigen Runden parierte ich ihn durch und ließ ihn schließlich ganz anhalten. Im Geiste zählte ich die Sekunden. Nach 10 wurde er unruhig und ich ließ ihn - nach einem erneuten Handwechsel - wieder antreten. Schritt, dann sofort Trab. Seine Übergänge waren weich und flüssig und diesmal funktionierte es auf Anhieb ohne Bocken. Dann ein ruhiger Gallopp. Red lief brav im Kreis und schnaubte bei jedem Galloppsprung. "Braaav", lobte ich ihn fortwährend. "Guter Junge, ganz toll machst du das." Er lauschte meiner Stimme und nach einigen RUnden parierte ich ihn durch. Es war langsam genug. Nur noch ein paar Runden Schritt... Doch zunächst holte ich ihn heran und zog den Sattelgurt enger. Jetzt war er so eng, wie es später für's Reiten sein musste. Red erstarrte. Ich kraulte ihn am Hals, streichelte ihm die zitternden Flanken und und strich mit der Hand durch seine Mähne. "Ruhig", sagte ich sanft. "Bloß der Sattel, den kennst du schon. Das macht alles nichts. Nur noch ein par Runden, okay?" Ich ließ ihn wieder auf den Hufschlag gehen und antreten. Sein Schritt war wieder etwas steifer als vorher, aber nur minimal. Der Sattel schien ihn nicht mehr zu stören. Ich ließ ihn noch fünf Minuten gehen, dann holte ich ihn zu mir in die Mitte und lobte ihn ausgiebig. Er schnaubte und schaute mich aus seinen wachen Augen an. Ich küsste ihn auf die Nüstern, dann führte ich ihn zum Stall zurück und machte ihn fertig. Während ich die Box machte stand er auf dem Paddock und anschließend brachte ich ihn rein und verabschiedete mich von ihm. Morgen würde das Training weiter gehen.
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Im Round Pen schaltete ich zunächst das Licht ein schloss die Tür hinter uns. Jelly saß auf der anderen Seite davor und schaute mich an. Aber ich konnte sie nicht herein lassen. Nicht mit meinem zickigen Pferd. Dieses stand aufmerksam, aber mit Feuer im Blick, in der Mitte und wartete auf mein Kommando. Ich gurtete nach. Er zuckte und schlug unwillig mit dem Schweif. "Beschwer dich nicht", murmelte ich und schickte ihn dann auf den Hufschlag. "Scheritt"; gab ich das erste Kommando. Red zockelte los. Und er zockelte wirklich. Seine Hufe verließen kaum den Boden und sein Gang war langsam und ungleichmäßig. "Steh", sagte ich streng und als Red anhielt, forderte ich ihn sofort wieder zum Schritt auf, diesmal mit einem leichten Antippen der Peitsche verbunden. Sein Schritt wr diesmal ordentlicher, aber er begann auch wieder zu tänzeln. Ich ließ ihn machen. Es hatte keinen Sinn, sich wegen jeder Kleinigkeit mit ihm anzulegen. "Steh", sagte ich nach einer Weile erneut und ließ ihn dann wieder antreten. Er machte es gut, der Übergang war schön und er hatte ohne Gezappel still gestanden. "Braaav", lobte ich ihn, um ihm heute auch mal was nettes zu sagen. "Sehr schön." Nach einer Weile ließ ich ihn erneut anhalten. Ich ließ ihn einen Augenblick stehen, dann sagte ich mit lauter, aber gelassener Stimme: "Terab!" Red machte ein paar unsichere Schritte im Schritt, dann trabte er an. Nein. So hatte ich das nicht gewollt. "Steh"; wiederholte ich und gab gleich darauf wieder das Kommando zum Antraben. Diesmal klappte es besser. Ich übte es ein paar Mal, dann ließ ich ihn die Hand wechseln und wiederholte das Schema. Red machte keine Zicken, doch ich wusste, dass es nur die Ruhe vor dem Sturm war. Irgendwas würde noch passieren, da war ich mir ziemlich sicher. Nach einer Weile gab ich das Kommando zum angaloppieren. Rd setzte sich mit einem Bocksprung in Bewegung. Der Sattel knartschte laut durch die Stille. Red erstarrte. Seine Muskeln bebten und er schielte nach hinten, auf das Ding, an das er sich grade erst gewöhnt hatte. Dann lief er los, in schnellem Galopp und ließ sich zunächst nicht beruhigen. Ich beschloss, ihn einen Moment machen zu lassen. Er rannte wie ein Wilder um mich herum, doch als er merkte, dass er auf mich damit nicht viel Eindruck machte, wurde er von selbst langsamer. Als er in den Trab fallen wollte, sagte ich deutlich "Galopp!" und er gehorchte einwandfrei. Ich war ein bisschen erleichtert. Wenn das schon alles gewesen war, würde der Rest der Zeit ein Kinderspiel werden. "Gut Red, schön weiter", forderte ich ihn auf und er galoppierte noch einige Runden. Dann ließ ich ihn in den Schritt durchparieren. Er trabte drei Schritte und wurde dann langsamer. "Braver Junge", sagte ich und fand dann, dass es an der Zeit für einen Handwechsel war. Dort ließ ich ihn zunächst wieder Schritt gehen, damit er ein wenig zur Ruhe kommen konnte. Nach einer Weile ließ ich ihn antraben. Sein Gang war flüssig und seine Schritte raumgreifend. Da kam das Dressurpferd in ihm durch und ich kam nicht umhin, stolz auf mein Jungpferd zu sein, egal, wie viele graue Haare ich seinetwegen schon bekommen haben musste. Schließlich legten wir noch einen kleinen Galopp ein, dann ließ ich ihn eine Weile Schritt gehen, damit er sich abkühlen konnte. Als ich es für genug empfand, ließ ich ihn anhalten und holte ihn zu mir in die Mitte. Wir gingen zurück in den Stall, wo ich ihn absattelte, putzte und in seine Box stellte. Ich verabschiedete mich und ging dann mit Jelly heim.
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"Heute ist der Tag der Abenteuer", sagte ich mit Gedanken an den Nachmittag scherzhaft zu Red, als wir den Longierplatz erreichten. Ich stellte mich in die Mitte und ließ ihn auf den Hufschlag gehen. Er verfiel sofort in den Schritt. "Steh", sagte ich ruhig, aber bestimmt. Heute wollten wir mal wieder etwas für seinen Gehorsam tun. Red blieb stehen und schaute mich überrascht an. Ich wartete. Er wurde zunehmend nervöser, rührte sich aber nicht. Ich beschloss, dass es genug war. "Scheritt", gab ich das Kommando zum Antreten und lobte ihn dann für sein geduldiges Warten. Sein Schritt war raumgreifend und sicher, aber er selbst war nicht konzentriert. Seine Augen huschten zu allen Seiten, seine Ohren spielten und immer wieder wandte er den Kopf, um sich umzuschauen. Ich schalt ihn nicht dafür. Spätestens, wenn er antrabte, hatte ich ihn wieder komplett bei mir. So gut kannte ich ihn schon. "Steh", sagte ich erneut, damit ich seine Aufmerksamkeit bekam. Red blieb stehen. "Scheritt." Er trat an, obwohl ich sah, dass ihm das nicht passte. Aber immerhin beachtete er mich jetzt, weil er fürchten musste, noch mehr solche überraschenden Kommandos zu erhalten. Eine Weile tat ich nichts. Ich ließ ihn einfach gehen. Doch als ich merkte, dass seine Aufmerksamkeit wieder nachließ, sagte ich: "Steh." Red blieb stehen. Sein Schweif schlug unruhig hin und her und er schlug mit dem Kopf. "Scheritt." Er tar an. Irgendwie wirkte er missmutig. Na ja. Wäre ich an seiner Stelle auch. Nach einer Weile sagte ich "Terab" und Red düste los. Klar, er hatte heute noch keine Bewegung gehabt und ich war selbst Schuld, wenn ich ihn trotzdem longierte. Aber ich beschloss, eine Weile nichts zu tun, denn er trabte ja noch. Wenngleich auch ziemlich schnell. Aber es änderte sich nichts, auch nach einer Weile nicht. "Scheritt", sagte ich und als er langsamer wurde, fügte ich sofort hinzu: "Terab!" Wieder verfiel er in sein schnelles Tempo. "Nein, Red", sagte ich deutlich. "Steh." Er hielt missmutig an. Ich ließ ihn einen Moment stehen, dann lobte ich ihn dafür und gab das Kommando zum Antraben. Sein Gang war weich und raumgreifend. Meine Taktik hatte funktioniert. "Braver Junge", lobte ich ihn. "Sehr schön, fein." Sein inneres Ohr drehte sich in meine Richtung und nach diesem Lob wirkte er wieder zufriedener. Ich war auch zufrieden und das konnte ich auch sein. Immerhin hatte ich mein bewegungsfreudiges Pferdchen gut im Griff und nicht alle Reiter waren in der Lage, das zu schaffen. Da wir beide langsam einen Drehwurm bekamen, vollführte ich einen Handwechsel und ließ Red nach drei RUnden im Schritt wieder antraben. Es sah aus, als würde er tanzen wollen. Sein Gang war grade in dieser Sekunde atemberaubend, sodass es mir schwer fiel, nach einer Weile das Kommando zum galoppieren zu geben. Red buckelte, lief aber ein gutes Galopptempo. Dennoch parierte ich ihn zum Trab durch. Buckeln beim Angaloppieren sollte er sich gar nicht erst angewöhnen. Der zweite Versuch sah besser aus und Red lief gleichmäßig um mich herum. Sein Hals war schön gebogen und ich sagte mir, niemals die AUsbinder zu nutzen, wenn das beim Reiten auch so war. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. Ich übte angaloppieren aus dem Schritt heraus, dann Antraben aus dem Stand. Noch ein Handwechsel und beides noch einen Moment lang auf der anderen Hand. Dann ließ ich Red langsamer werden und schließlich in ruhigem Schrittempo um mich herum gehen. Er ging ruhig und fast ein wenig zu langsam, aber jetzt ließ ich ihm seinen Willen. Müde war er zwar noch nicht, aber er hatte gearbeitet. Da konnte er jetzt auch ein bisschen faul sein. "Guter Junge", lobte ich ihn schließlich und holte ihn zu mir in die Mitte. Ich klopfte ihm den Hals und er schnaubte zufrieden. Ich rollte die Longe noch ein Stück kürzer und brachte ihn zurück zum Stall.
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Im Round Pen ließ ich Red zunächst Schritt gehen, um ihn aufzuwärmen. Es war nicht so ganz nach seinem geschmack, er tänzelte nervös und versuchte mehrmals, anzutraben, doch ich hatte ihn relativ gut im Griff und so bekamen wir zumindest 4 Runden Schritt ohne größere Schwierigkeiten hin. Dann gab ich das Kommando zum Stehen bleiben und Red schaute mich verständnislos an. Ich ließ ihn erneut antreten und nach kurzer Zeit wieder stehen bleiben. Ich wiederholte den Vorgang, um seine Konzentration zu bündeln. Ich verlängerte oder verkürzte den Abstand zwischen meinen Kommandos jedes Mal und er musste auf mich achten, um alles mitzukriegen. Als er ruhiger war, ließ ich ihn wieder durchgehend Schritt gehen. Er schüttelte zwar ab und an unwillig den Kopf, machte aber keine Anstalten, erneut loszulaufen. Als ich zufireden mit ihm war, beschloss ich, dass es Zeit für einen Trab war. Red trat eilig an und umkreiste mich mit einm Affenzahn. Nein, so nicht, dachte ich mir und ließ ihn zum Schritt durchparieren. Dann ließ ich ihn erneut antraben. Er machte es diesmal ordentlich und ich lobte ihn mit sanfter Stimme dafür. Sein Gang war sehr locker und er schien - zumindest, was seine Bewegungen anging - einen guten Tag zu haben. Mit seinem Gehorsam war ich leider nicht ganz so zufrieden. Aber das konnten wir alles noch ändern. Nach einigen RUnden ließ ich ihn durchparieren und schließlich anhalten, um die Hand zu wechseln. Ich selbst wollte keinen Drehwurm bekommen und er sollte auch mal auf der anderen Hand gehen. Ich ließ ihn nach zwei Runden Schritt erneut antraben und es klappte ohne Mätzchen. "Brav", lobte ich ihn mit liebevoller Stimme. "Du bist ein guter Junge, Red." Er reagierte auf meine Worte, in dem er mit den Ohren spielte und einmal buckelte. Es wirkte, als wolle er meine Worte Lügen Strafen. Ich schalt ihn nicht dafür, da er sich sofort wieder von selbst beruhigte. Stattdessen sagte ich deutlich: "Galopp." Red galoppierte stürmich los. Beim angaloppieren buckelte er einmal. Nach einer Runde hatte er sich beruhig und fand von selbst ein angemessenes Tempo. Ich lobte ihn dafür, dass er so brav war und ließ ihn weiter laufen. Er nahm von selbst den Kopf an die Brust und bog schön den Hals. Sein Galopp war schwungvoll und voller Elan. Es sah wirklich wundervoll aus und der Ärger, den ich eben noch auf ihn gehabt hatte, verflog mit einem Mal. Natürlich liebte ich mein Pferd. Ich musste mit seinen schlechten Tagen genauso klarkommen, wie mit seinen guten, und jetzt kam ich nicht umhin, stolz auf ihn so sein. Nach einer Weile ließ ich ihn durchparieren, um noch einen Handwechsel durchzuführen. Er sollte auch auf der anderen Hand ein paar Runden galoppieren. Es klappte gut, er buckelte nicht beim Angaloppieren und rannte auch nicht los wie eben. Ich lobte ihn ausgiebig und ließ ihn einige Runden laufen, bevor ich ihn zum Schritt durchparierte. Nur noch ein paar Runden im langsamen Tempo, dann holte ich ihn zu mir ran und klopfte ihm lobend den Hals. Anschließend führte ich ihn zurück in den Stal, wo ich ihn noch einmal putzte, ihn in die Box stellte, mich von ihm verabschiedete und Heim fuhr.
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"So, Großer, heute ganz entspannt. Bisschen Schritt, bisschen Trab, nichts Großes. Morgen komme ich früher, da gehen wir spazieren. Okay?" Ich ließ ihn auf den Hufschlag gehen und im Schritt antreten. Das heutige Training sollte wirklich ganz locker verlaufen. Und so bewegte Red sich auch. Entspannt, locker, frei. Ich war sehr zufirden mit ihm. Ich wollte huete nicht zu lange machen, es war immerhin schon dunkel und wurde langsam spät. Aber ganz frei geben wollte ich ihm nicht, da das Wocheende für ihn schon wieder an Faulenzen grenzte. Es war nämlich ein ernueter Verwandtenbesuch geplant und ich würde keine Zeit für Red haben. Als mein Pferd sich so locker bewegte, kam mir eine Idee. Ich würde ihn hier frei laufen lassen und im langsamen Tempo würde er mich auch nicht umrennen. Also holte ich ihn in die Mitte zurück un nahm die Longe ab. Plumsend fiel sie neben mir in den Sand. Ich führte Red auf den Hufschlag zurück und ließ ihn dort stehen. Verwirrt schaute er mich an, weil er diese Art des Trainings eigentlich nicht gewöhnt war. Aber ich meinte mich dunkel zu erinnern, dass das auch gut für das Pferd war, also... "Scheritt", sagte ich deutlich und hob die Longierpeitsche. Red trat an und bewegte sich ein wenig verunsichert imm Kreis. Doch schon nach ein paar Runden machte ihm die Freiheit nichts mehr aus und er ging im Kreis um mich herum, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er kam auch nicht näher in die Mitte und blieb auch nicht stehen, sodass ich beschloss, das öfter mit ihm zu machen, auch mal in der Halle, wo ich ihm ein kleines Cavaletti aufbauen konnte, damit er auch einen kleinen Hüpfer machen konnte. Es würde ihm gut tun. "Terab", sagte ich schließlich und Red wurde schneller - und sich zudem seiner Freiheit immer bewusster. Er galoppierte an und hätte er sein Gesicht verziehen können, würde er jetzt sicher verschmitzt lachen. Aber ich hatte so meine Tricks und als es mit bloßer Stimme nicht funktionierte, hielt ich die Peitsche in einigem Abstand vor ihn, sodass er keine andere Wahl hatte, als langsamer zu werden. Ich lobte ihn dafür und holte die Peitsche zu mir zurück. Red trabte mit raumgreifenden Schritten. Ich öieß ihn einen Moment laufen und ein eigenes Tempo finden. Dabei machte ich mir Gedanken über den Handwechsel. AUf bloßes Kommando hin würde er das wohl nicht machen... Dann müsste ich halt zu ihm hin und ihn persönlich umdrehen. Schadete mir ja auch nichts. Aber zuerst sollte er laufen, wenn er wollte und so schnalzte ich mit der Zunge. Er sprang sofort und ohne weitere Aufforderung in den Galopp über und ich ließ ihn machen. Dieses Training sollte kurz und entspannt sein und er sollte selbst die Möglichkeit haben, sein Tempo zu finden. Und das tat er. Sein Galopp wirkte schwungvoll und raumgreifend, aber nicht zu schnell. "Barv", lobte ich ihn. "Du machst das toll Red." Seine Ohren zuckten in meine Richtung. Ich ließ ihn noch einen Moment laufen, dann beschloss ich, dass es Zeit für einen Handwechsel war. "Hooooo, steh", sagte ich deshalb zu ihm und wartete bis er angehalten hatte. Dann ging ich zu ihm und drehte ihn um. Er blieb stehen, bis ich das Kommando zum Antreeten gab. Auch auf dieser Hand ließ ich ihn traben und galoppieren und ihn dabei selbst das Tempo vorgeben. Er machte es ohne Zicken und ich merkte schon, dass ihm diese Art des 'Longierens' lieber war als die, bei der er angebunden und auf mich angewisen war. Dennoch würde ich ihn nicht zu sehr mit Freiheit verwöhnen, denn ich wollte später mal ein Reit- und kein Wildpferd. Nach einer Weile ließ ich ihn langsamer werden und parierte ihn schließlich ganz zum SChritt durch. Mit hängendem Kopf schlich er nahezu um mich herum. Es reichte auch ihm für heute. Deshalb ließ ich ihn anhalten, legte die Longe wieder an und brachte ihn nach einen kurzen Überputzen zurück in den Stall. Dann machte ich mich auf den Heimweg.
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"Arbeiten"; wiederholte ich deutlich. "Nicht bocken und zicken." Ich ließ ihn auf den Hufschlag gehen und zunächst auf der linken Hand ein paar Schrittrunden drehen. Er ging fließend und brav, aber ich sah ihm an, dass er nur eine Gelegenheit erwartete, mich über's Ohr zu hauen. Dennoch genoss ich den kurzen Moment seiner Zurückhaltung und entspannte mich ein wenig. Vielleicht elf oder zwölf Runden ließ ich ihn gehen, dann vollführte ich einen Handwechsel. Red brauchte zwar ein paar Sondereinladungen, gehorchte aber ansonsten. Mit gespitzen Ohren und Feuer im Blick ging er um mich herum, wobei seine Augen eindeutig sagten: "Pass bloß auf, du, mich lässt man nicht ungestraft ein paar Tage allein." "Terab, Red", sagte ich überdeutlich und er stemmte die Hufe in den Boden und blieb stehen. Okay. Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet. Ich hob die Longierpeitsche. "Teeraab", wiederholte ich, doch mein Pferd bewegte sich keinen Millimeter. "Komm schon." Ich schnalzte mit der Zunge und tippte ihn mit der Longierpeitsche an. Nichts. Ruhig bleiben. Einfach ruhig bleiben. Ich tippte ihn ein weniger doller an, doch er zuckte nur und machte zwei Schritte vorwrstts, bevor er wieder stehen blieb. Ich biss mir auf die Unterlippe, "Red, ab jetzt", schimpfte ich dann und gab ihm einen kräftigen Stups mit der Oeitsche. Er trabte los und buckelte dabei ordentlich. Das musste ich ihm unbedingt abgewöhnen, sonnst würde ich beim Reiten schneller unten liegen, als mir lieb war. "Hoooo, Red", sagte ich und er wurde tatsächlich langsamer. Dann ließ ich ihn sofort wieder antraben. Diesmal klappte es besser, auch wenn er einen halbherzigen Bockspung machte und die Ohren enlegte. Er brauchte unbedingt mehr Beschäftigung. Deshalb ließ ich ihn anhalten und legte eine Stange auf den Boden. Das wäre zumindest eine leichte Beschäftigung, die ihn vom Quatschmachen abhielt. Aber sollte mal jemand glauben, der Herr würde die Hufe heben. Wie es ihm beliebte, trabte er über die Stange. Dass diese dabei immer krummer und schiefer dalag, störte ihn nicht im Geringsten. Ich merkte, dass es keinen Sinn hatte und ließ ihn erneut anhalten. Aus der Stange machte ich ein Cavaletti, über das er zu laufen hatte - und das klappte sogar. Er hob die Hufe und ging souverän hinüber. Ich lobte ihn mit freundlichen Worten und wurde wieder ruhiger. Er machte seine Sache gut, trotz seiner schlechten Laune. Ich ließ ihn erneut auf die linke Hand wechseln und auch das klappte gut. Dann räumte ich das Cavaletti beiseite und ließ ihn noch galoppieren. Er lief zu schnell und zu unkonzentriert, sodass ich ihn schnell wieder durchparierte. As dem Schritt heraus hieß es nun angaloppieren und diesmal war sein Gang besser, auch wenn er noch immer zu schnell war und mit gestrecktem Hals eher um mich herum rannte als ordentlich galoppierte. Ich legte mich dafür nicht mit ihm an. Es hatte keinen Sinn, wegen jeder Klenigkeit einen Krieg durchzuführen. Die rechte Hand wurde ohenhin besser. Er lief jetzt flüssiger und ruhiger und ich lobte ihn ausgiebig. Weil er so brav war, beschloss ich, dass er genug getan hatte und ließ ihn ein paar Runden Schritt gehen. Nachdem er sich wieder abgekühöt hatte, holte ich ihn zu mir in die Mitte und betrachtete ihn seufzend. "Du spinnst", sagte ich liebevoll, als ich ihn in den Stall zurück brachte.
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„Platz, Jelly“, wies ich meine Hündin an und sie legte sich, den Kopf auf den Vorderpfoten, in eine Ecke und döste. „Und du darfst ein wenig laufen.“ Ich löste die Longe und legte sie an die Seite. Den Strick, den ich bis eben noch an meinem Hals hängen hatte, weil ich ihn später noch brauchen würde, legte ich daneben. Red schaute sich ein wenig um und erkundete die Halle, während ich zunächst auf dem hinteren Zirkel ein paar Trabstangen auf den Boden legte. An ihr Ende stellte ich ein Cavaletti, über das er auch gehen sollte. Und damit sah der hintere Zirkel schon mal gut aus. Auf dem vorderen Zirkel baute ich ein Stangen-L, eine Gasse aus höher liegenden Stangen, einen Stern und ein paar Hütchen für den Slalom auf. Das sollte reichen. Leise, aber ohne Wiederworte zu dulden, lockte ich Red zu mir heran und siehe da – er kam tatsächlich! Ich befestigte zunächst den Führtrick, um ihn im Schritt aufzuwärmen und um ihn mit den 'Hindernissen' vertraut zu machen. „Das kennst du ja schon“, sagte ich, als wir den Slalom umkreisten und ihn dabei von allen Seiten betrachteten. „Hier ist nicht viel neues dabei. Nur der Stern, den kennst du noch nicht so gut, oder? Aber der ist ganz einfach. Du musst nur auf deine Füße achten.“ Zunächst auf der linken und dann auf der rechten Hand führte ich ihn eine Weile herum und tauschte dann den Strick gegen die Longe. Auf dem hinteren Zirkel ließ ich ihn noch ein paar Runden Schritt auf der rechten Hand gehen, dann ließ ich ihn antraben. An den Trabstange hob er artig die Hufe und berührte keine einzige. Nur das Cavaletti war ihm ein wenig zu viel. Polternd viel die Stange zu Boden. Ich parierte ihn durch und baute das ganze wieder auf. Dann wiederholten wir den Vorgang, allerdings auf der linken Hand. Da das Cavaletti nun zuerst kam, störte es ihn nicht sonderlich. Die Stangen blieben, wo sie waren. Auch auf der rechten Hand klappte es jetzt gut und ich lobte ihn ausgiebig. Als nächste tauschte ich die Longe wieder gegen den Strick und führte Red zunächst zu der engen Gasse hin. Ich ging außen, er innen, und es schien ihm keine Probleme zu bereiten. Enge Gänge störten ihn nicht, schließlich war er durch und durch verladefromm. Die Gase war für ihn ein Kinderspiel. Auch das Stangen-L, dass er ja nun schon kannte, war kein Problem. Souverän durchschritt er es in beiden Richtungen ohne über die Stangen zu treten oder sie anzustoßen. Ich lobte ihn ausgiebig. Dann führte ich ihn zurück zur Gasse. Die nächste Aufgabe war schon schwieriger: Rückwärtsrichten in dem engen Gang. Beim ersten Mal fiel es ihm sichtlich schwer, sich zu konzentrieren, doch als wir es wiederholten, klappte es ausgezeichnet. Auch der Slalom bereitete ihm keine Schwierigkeiten, Red ging ruhig und gelassen um die Hütchen herum, als hätte er nie etwas anderes getan. Zwar brauchte er noch Hilfestellung, was die Tatsache anging, dass er jedes Mal von der anderen Seite um die Hütchen gehen musste, aber das störte nicht weiter. Schließlich kamen wir zum Stern. Red beäugte das neue Gebilde, hob aber artig die Hufe, als wir zunächst in einem großen Kreis über den Stern gingen. Nach einem weiteren Versuch verkleinerte ich den Kreis, was ihn auch nicht kümmerte. Ich lobte ihn für sein Verhalten und verkleinerte den Kreis ein letztes Mal. Diesmal war es schwieriger für ihn, die Hufe zu setzen, und die letzte Stange stieß er an. Das störte mich nicht sonderlich. Ich war auch so stolz auf ihn. „Schluss für heute“, beendete ich schließlich das Training und ließ ihn noch einmal laufen, während ich aufräumte. Dann brachte ich ihn in den Stall, räumte mein Zubehör weg und machte mich mit Jelly auf den Heimweg.
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Ich schloss die Hallentür hinter uns und ließ Red frei. Er trabte drei Schritte, dann drehte er um und kam zu mir zurück. "Lauf ein bisschen", wies ich ihn an. "Ich habe sofort Zeit für dich." Ich ließ die Longe in die Ecke fallen - und in dem Moment wurde mir klar, dass ich meine Longierpeitsche vergessen hatte. Ich holte sie. Red hatte sich kein Stück bewegt, sondern sah mich, als ich zurück kam, mit großen Augen an. "Lauf doch, Großer", forderte ich ihn auf. "Ich muss noch vorbereiten." Ächzend baute ich einen kleinen Sprung auf. 20 Zentimeter vielleicht, aber das änderte nichts daran, dass die Stange schwer war. Red kam näher und betrachtete ihn neugierig. Dan hob er die Hufe und machte einen riesen Schritt darüber. Beim Betrachten war das Hindernis ziemlich klein... Aber Red sprang das erste Mal und wir wollten leicht anfangen. Ein Stück dainter baute ich noch einen Sprung auf. Etwas höher als der erste, aber nicht sonderlich viel. Red konnte locker mehr schaffen, aber wie gesagt. Zum Einsteigen erstmal was leichtes. Red betrachtete auch dieses Hindernis, aber er sah ein, dass einfach 'drüberklettern' nicht ausreichte und wandte sich mürrisch ab. Ihm das Springen schmackhaft zu machen, konnte eine Weile dauern. Aber zunächst musste ich ihn ohnehin aufwärmen. Also holte ich die Longe und die Longierpeitsche und ging mit Red auf den unteren Zirkel. Ein kleines Cavaletti hatte ich dort aufgestellt, damit er die Füße ein wenig hob. Zunächst ließ ich ihn auf beiden Händen Shritt gehen, dann Trab. Er stieg über das Cavaletti, ohne langsamer zu werden. Nach einer Weile ließ ich ihn auch angaloppieren und er machte einen kleinen Hüpfer. Ich lobte ihn für seinen Mut und nahm die Longe ab. Dann nahm ich ihn am Halfter und führte ihn auf das erste Hindernis zu. Red schnupperte daran, interessierte sich aber nicht weiter dafür. mit dem zweiten verhielt es sich genauso. Deswegen führte ich ihn ans andere Ende der Halle, damit er laufen konnte, bevor er an die Hindernisse kam. Ich schnalzte mit der Zunge und trieb ihn zum Galopp an. Er lieb auf dem Hufschlag, wie es sich gehörte, und lief elig auf den Sprung zu, Kurz vorher wurde er langsamer, schmiss sich zur Seite und rannte dan vorbei. War ja klar. Ich fing ihn ein und legte die Longe an. Dann führte ich ihn im Schritt und schließlich im Trab zunächst über das Cavaletti und prang dann mit ihm. Die 20 Zentimeter nahm er ohne Zicken, doch beim zweiten Sprung machte er Halt. Dennoch lobte ich ihn, denn es war immerhin ein Fortschritt. Als nächstes sollte er wieder allein. "Komm schon", trieb ich ihn an und er stürmte auf den ersten Sprung zu. Im Galopp - selbst bei diesemv iel zu hohen Tempo - sah es viel eleganter aus, wie er sprang, auch wenn es nur ein kleiner Hüpfer war. Aber er war halt mein Baby und überfordern wollte ich ihn nicht. Beim zweiten Sprung sah er ein, dass er nicht mehr bremsen konnte und ausweichen war bei dem Tempo auch schlecht. Also sprang er als letzte Alternative hinüber und buckelte danach einmal. Mit einem Leckerlie lockte ich ihn zu mir und lobte ihn ausgiebig. Einmal wollte ich es jetzt noch probieren, dann sollte es reichen. Dafür verkleinerte ich das zweite Hindernis auf ebenfalls 20 Zentimeter. Red schaute mir dabei zu und als ich ihn antrieb, bremste er vor den Sprüngen zwar jeweils unsicher ab, sprang aber dann doch einw enig holprig hinüber. Ich lobte ihn lange und ausgiebig und ließ ihn in der Halle umher laufen, während ich die Sprünge abbaute. Dann machte ich ihn wieder spielfertig und brachte ihn auf die Koppel zurück.
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Red stand munter auf dem Hufschlag des Longierplatzes und wartete, bis ich nachgegurtet hatte - mein Hübscher hatte nämlich just heute heraus gefunden, dass man sich ruhig ein bisschen aufblasen konnte, wenn der Sattelgurt zuging. Deshalb war eine ordentliche Lücke zwischen seinem Bauch und dem Gurt, als wir den Platz erreichten. Ich zog den Gurt an und schloss alles sicher. Dann ging ich in die Mitte und hob die Peitsche. "Scheritt." Red setzte sich folgsam in Bewegung und schwenkte den Kopf dabei nach rechts und links. Seine Umgebung schien ihn eher zu interessieren als ich, aber noch war das nicht so schlimm. Immerhin waren wir grade erst beim Aufwärmen, da konnte er sich auch noch mit seiner Umgebung vertraut machen. Aber schon jetzt stellte ich fest, dass seine Gänge in 'freier Natur' um einiges schwungvoller waren als im Round Pen. Er war offensichtlich ein draußen Pfrd. Nun gut, auch mir gefiel die frische Luft, deswegen würden wir unser Training wohl wieder nach draußen verlegen. Das Wetter wurde schließlich besser und der Schnee taute - mal wieder - da war das doch ganz angenehm. Und wenn ihm das so gut tat, war mir das nur recht... Er sollte nur nicht übermütig werden. Nachdem er auch auf der anderen Hand ein paar Schrittrunden gegangen war, gab ich nun mit deutlicher Stimme das Kommando zum Antraben. Schwungvoll setzte Red sich in Bewegung. Sein Gang war raumgreifend und schön anzusehen. 'Ganz Dressurpferd', dachte ich, 'aber einen Springer kann man da auch draus machen.' Just in diesem Moment hob Red für einen übermütigen Buckler vom Boden ab. Ich lachte. Ja. Ein Springer, ganz eindeutig. Bestrafen wollte ich ihn für seinen Ausdruck der Freude jetzt allerdings nicht. Er war noch jung und mansollte der Jugend schließlich nicht alles verbieten. Und so lange er nicht wieder in sein ungezogenes Verhaltensmuster zurück verfiel, war das schon okay. "Okay, jetzt ein bisschen Temop. Los, Dickerchen, Galopp." Allein aufgrund meiner Stimme sprang Red in den Galopp und quiekte übermütig. Er war schnell und ich musste mich ein Stück zurück lehnen, damit es mich nicht von den Füßen riss. "Terab", sagte ich deutlich und er wurde langsamer. Nach ein paar Schritten ließ ich ihn wieder angaloppieren und schon klappte es besser. Er war immer noch fleißig, aber nicht mehr so schnell. Und das war auch gut so, denn sonst müsste ich mir nach dem Training einen neuen Arm anschaffen. Und sowas war schließlich gar nicht so leicht... Red galoppierte mit gespitzen Ohren und wachem Blick. Er hatte die Umgebung im Auge, aber ich merkte, dass er jetzt auf mich konzentriert war. Das freute mich natürlich, denn das machte die Arbeit leichter. Das ausnutzend trainierten wir Übergänge vom Trab in den Galopp und schließlich vom Galopp in den Schritt. Nach einem Handwechsel gönnte ich ih eine Schrittpause. Allerdings wirkte er nicht wirklich müde. Er ging munter im Kreis und sein inneres Ohr war zu mir gedreht, während das andere abwechselnd nach vorn, zur Seite und nach hinten spielte. Er war das Longieren draußen nicht mehr ganz so gewöhnt, aber das machte ja nichts. Bald würde die Umgebung nicht mehr so interessant sein. "Terab", sagte ich schließlcih, als ich die Pause für lang genug empfunden hatte. Auch auf dieser Hand übte ich nun einige Übergänge, zunächst vom Schritt zum Trab und umgekehrt, dann vom Trab zum Galopp und schließlich wieder vom Galopp in den Schritt. Red arbeitete wunderbar mit und gab sich Mühe, jedes Kommando auszuführen. Ich lobte ihn jedes Mals ausgiebig und ließ ihn dann im Schritt noch ein paar Runden zum Abkühlen und zur Entspannung gehen. Er ließ den Kopf hängen und schnaubte. Dann schüttelte er seine Mähne. Ich holte ihn zu mir in die Mitte und brachte ihn zurück in den Stall. Dann machten Jelly und ich uns auf den Heimweg.
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"So." Ich tauschte das Halfter gegen den Kappzaum, legte ihm den LOngiergurt an und befestigte die Longe. Dann schickte ich ihn auf den Hufschlag. Er schlug mit dem Schweif, während er auf mein nächstes Kommando wartete. Es passte ihm nicht, gehorchen zu müssen. Aber immerhin tat er es trotzdem. "Scheritt", war das erste Kommando - wie immer. Er trat an. Seine Schritte waren nicht sehr ansehlich... Er hetzte ein wenig und dementsprechend unsauber wirkte das gnaze auch. Nun... in meinen Augen war das eine willkommene Einladung, Schritt-Stand-Schritt Übergänge zu üben. ALso ließ ich ihn so oft anhalten und antreten, bis er eingesehen hatte, dass seine Eile ihm nichts brachte. Allerdings bedeutete das nicht, dass er sich mehr Mühe beim Gehen gab... Ich ließ es ihm aber so durchgehen, denn auf Ärger konnte ich gut verzichten. Schließlich ließ ich ihn antraben und er lief locker los. Im Trab wirkte er eher zockelig, von seiner Eile war nichts mehr zu sehen. "Bist du schwanger oder warum leidest du an Stimmungsschwankungen?", fragte ich ihn scherzhaft und hob die Peitsche. "Bisschen mehr Tempo, wenn ich bitten darf." Doch erst, als ich ihn mit der Peitsche leicht antippte, wurde er schneller. Einmal auf Tempo wurde er aber erstmal auch nicht wieder langsamer. Trotzdem wirkte er heute irgendwie komisch.... Na ja, dann würde das Training halt ein bisschen kürzer ausfallen. Erstmal ließ ich ihn aber wieder langsamer werden und schließlich die Hand wechseln. Nun auf der rechten Hand gehend wiederholten wir die Prozedur. EIn bisschen Schritt, ein bisschen Trab, ohne Übergänge zu üben. Er sollte einfach nur ein bisschen laufen. Als nächstes gab es ein paar Runden Galopp, die von Red mit einem Buckler eingeleitet wurden. Und weil das so nicht ging, musste er erst wieder in den Trab zurück fallen und dann erneut angalopieren. Diesmal schüttelte er zwar ein wenig den Kopf, bockte aber nicht mehr. Ich malte mir aus, wie ich im hohen Boden von ihm runter flog, wenn ich das erste Mal draufsitzen würde, weil er grade Spaß am Buckeln hatte. Schon der Gedanke verursachte mir Schmerzen. Aber vermutlich würde es nicht mal annähernd so schlimm werden. Nach einigen Galopprunden ordnete ich den nächsten Handwechsel an und ließ ihn auch links noch einmal galoppieren. Diesmal wirkte er ein bisschen lustlos und träge... Deshalb waren es nur knappe fünf Runden, bevor ich ihn wieder langsamer werden ließ. Nun wieder im Schritt schlurfte er mit hängendem Kopf um mich herum, als wäre er total müde und ausgepowert. Ich holte ihn zu mir in die Mitte und beschloss, das Training an dieser Stelle zu beenden. "Was ist los mit dir?", fragte ich ihn auf dem Weg zum Stall, doch die Frage erübrigte sich, als ich ihn geutzt hatte und wieder auf die Koppel ließ. Kaum war er frei, stieg er kerzengrade und jagte dann bocken um die Wiese. Ich schüttelte genervt den Kopf. Scheinbar hatte er einfach nur keine Lust gehabt... Mir selbst schwörend, ihm das morgen heimzuzahlen, rief ich nach Jelly und fuhr wieder nach Hause.
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"So, mein Schatz." Ich führte Red zum Hufschlag und gab das Kommando zum Stehen. Dann stellte ich selbst mich in die Mitte des Round Pens und nahm die Peitsche zur Hand. "Scheritt, Großer." Auf ein Anheben der Peitsche hin setzte er sich gemütlich in Bewegung. Er machte den Hals lang und senkte den Kopf, seine Schritte waren gemütlich und langsam. Ich ließ ihn. Das hier war sein Training, bei dem er das Tempo vorgab. Es tat ihm gut, auch mal der Chef zu sein. Meine Taktik war sogar von Erfolg gekrönt, denn nach einer Weile wurde es ihm langweilig und er brachte mehr Schwung in seinen Schritt. Auch hob er den Kopf ein weniger höher und spitzte die Ohren. Wunderschön. Ich ließ ihn auf dieser Hand ca. 10 Runden Schritt gehen, dann schnalzte ich mit der Zunge und sagte deutlich "Terab!" Red wechselte sofort die Gangart und verfiel in einen schwngvollen Trab. Er ging besser als Freitag, offenbar hatte er seine schlechte Laune wieder vergessen. Außerdem wirkte es ein bisschen so, als wollte er sich entschuldigen... Red schnaubte und wich zur Seite aus. Ich zuckte zusammen, fing mich aber sofort wieder. "Hooo", lieb ich ihn langsamer werden und hob die Peitsche vor ihn. "Steh." Er hielt an und schaute mich veriwrrt an, während ich die Stelle untersuchte, die ihn erschrocken hatte. Nichts, nicht mal ein Schatten. Vermutlich hatte er geträumt. Ich ging zu ihm, um ihn kurz zu streicheln, bevor ich wieder meinen Platz in der Mitte einnahm. "Los, Dicker", forderte ich ihn von dort aus auf. "Terab." Ich hob die Peitsche, bis er angetrabt war. Diesmal kam er an besagter Stelle vorbei, ohne zur Seite auszuweichen. Vermutlich wirklich nur ein Traum. Nach ungefähr fünf weiteren Trabrunden ließ ich ihn angaloppieren. Sein Galopp war schwungvoll und sah so unglaublich weich aus, dass ich das Bedürfnis hatte, ihn anzureiten. "Noch nicht", sagte ich leise zu mir selbst. "Erst, wenn er vier ist..." Seine Ohren spielten in meine Richtung, sein Tempo veränderte er aber nicht. Er war heute so unglaublich, dass es nicht mehr schnell genug gehen konnte, bis er endlich alt genug war. Aber ich musste mich in Geduld üben, schließlich wollte ich vermeiden, dass er mit 18 einen Senkrücken hatte. Auch wenn er kräftig wirkte... er war noch ein halbes Baby. Und ich wollte kein Rennpferd aus ihm machen, also musste er noch nicht unter dem Reiter gehen. "Hooo, Red..." Er wurde langsamer und fiel schließlich in den Schritt. "Steh." Ich ging zu ihm und drehte ihn um. Handwechsel. Jetzt auf der rechten Hand wiederholte ich die Prozedur. Schritt, Trab, Galopp. Red arbeitete fleißig mit, auch wenn er während der Trabphase immer wieder in den Galopp fallen wollte. Ich ließ ihn immer wieder langsamer werden und mahnte mich, nicht mit ihm zu schimpfen. Er hatte nunmal einen enormen Bewegungsdrang. Bestimmt eine halbe Stunde waren wir beschäftigt, dann hielt ich es für an der Zeit, das Traiining zu beenden. Ich ließ ihn sich im Schritt abkühlen und konnte dabei zuschauen, wie sein Hals mit jedem Schritt länger wurde. Er schnaubte entspannt. Schließlich nahm ich ihn mit in den Stall, wo ich ihn nochmal gründlich säuberte. Dann brachte ich ihn auf die Koppel und sah zu, wie er mit hoch aufgestelltem Schweif zu Chico hinüber trabte. Kurz darauf jagten beide Pferde über die Koppel und ich machte mich auf den Heimweg.
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