Seit einer Woche war ich nun auf dem Hof und es gefiel mir von Tag zu Tag besser. Menuett und ich standen zwar immernoch alleine im Stall, aber es würden schon noch mehr Einsteller kommen und solange würden wir uns alleine Vergnügen. Ich betrat den Stall und der Geruch von Pferd und Mist stieg mir in die Nase. Ich blieb stehen und atmete tief ein. Menuett steckte ihren Kopf aus der Box und schaute mich mit großen Augen an. "Hallo meine Hübsch! Wie geht es deinem Bein heute?", begrüßte ich sie und strich ihr über die Nüstern. "Zuerst muss ich dich erstmal ausmisten, guck dir deine Box an! Was hast du nur wieder gemacht?" Unschuldig blickte sie mich an. "Ist ja schon okay!", beruhigte ich sie und streifte ihr das Halfter über. "Möchtest du auf den Paddock oder die Koppel?", fragte ich sie, obwohl ich mir schon überlegt hatte, sie auf den Paddock zu stellen. Auf der Stallgasse legte ich ihr noch beide Decken rauf und brachte sie dann raus. Zurück im Stall machte ich mich an ihre dreckige Box. Ich werde wohl heute alles rausnehmen. dachte ich und machte mich an die Arbeit. Zwei Schubkarren voll Mist holte ich aus der Box. Ich war erstaunt wieviel Mist ein Pferd an einem Tag produzieren konnte. Nach 20 Minuten war die Box neu eingestreut und ich war zufrieden mit meiner Arbeit. Ich fegte noch die Stallgasse und setzte mich dann in die Sattelkammer um mich ein bisschen auszuruhen, bevor ich Menuett wieder reinholte.
Ich bin im Hengststall gewesen und hatte den Pferden dort ein bisschen Gesellschaft geleistet, jedoch hatte ich die Zeit total vergessen und nun stand Menuett seit 4 Stunden alleine auf dem Paddock. Ich machte mich schnell auf den Weg zu ihr. Sie erwartete mich schon am Zaun. "Es tut mir so Leid! Ich machte das auf jeden Fall wieder gut!", versuchte ich mich zu entschuldigen, doch Menuett wollte einfach nur rein. Ich halfterte sie auf und brachte sie in ihre Box, wo ich ihr das Halfter und die Regendecke abnahm. Die Abschwitzdecke ließ ich erstmal drauf. Ich legte ihr eine Portion Heu in die Box, über die sie sich hungrig hermachte. Ich schaute ihr ein wenig beim fressen zu. Ich wollte sie jetzt nicht gleich wieder zum reiten nehmen, also nahm ich mir vor, sie erst am Nachmittag zu reiten. Ich machte mich mit einer Schubkarre bewaffnet auf den Weg zum Paddock, den ich dann abäppelte. Bei dem Schnee war das eine sehr kraftraubende Tätigkeit und ein paar mal ist mir die Schubkarre im tiefen Schnee umgekippt. Als ich schwitzend am Misthaufen ankam, um dort die Karre zu lehren, kippte sie mir ein weiteres mal um. Fluchend verfrachtete ich den Mist auf den Misthaufen und ging Missmutig zurück zu Menuett. Die hatte ihr Heu bereits aufgefuttert und stant nun dösend in der Box.
Ich war eineinhalb Stunden über den Hof geirrt, bis ich zu Menuett zurückkehrte. Als ich den Stall betrat, döste sie immer noch vor sich hin. "Aufwachen Menu!", weckte ich sie unsanft aus ihren Träumen. Sie erschrack und sprang zur Seite. "Was ist denn mit dir los?", fragte ich lächelnd. "Ich bin´s doch nur. Wir gehen jetzt reiten, du konntest dich lange genug ausruhen.", brummte ich vor mich hin, während ich die Riemen an ihrem Springsattel kontrollierte. Ich schaute zu Menuett in die Box. Sie guckte mir interessiert zu, ich strich ihr über die Stirn. "Gut, dann wollen wir mal los." Ich halfterte sie auf und band sie auf der Stallgasse an. Ich nahm ihr die Abschwitzdecke ab, die sie immer noch trug und hängte sie in die Sattelkammer. Dann holte ich den Putzkasten und begann mit den Hufen. Als sie hinten links versuchte mich zu treten, kassierte sie einen ordentlichen Klaps. "Was soll das denn?" Sie schaut mich nur an. Ich fahre fort. Nach kurzer Zeit bin ich fertig. Menu ist nicht sonderlich dreckig gewesen, da sie ja die Decken auf hatte. Ich legte ihr die Satteldecke rauf und darauf den Springsattel. Ich hatte mir vorgenommen ein paar kleine Sprünge zu üben. Ich holte das hanoversche Reithalfter und trenste sie. Die Abschwitzdecke legte ich ihr auf den Rücken, die Springgerte nahm ich in die Hand und so begaben wir uns in die Halle.
Ich war lange nicht bei Menuett gewesen. Krank lag ich im Bett. Doch es ging mir besser, also fuhr ich sofort zum Hof. Als ich den Stall betrat, wieherte Menuett mir freudig entgegen. „Hallo meine Hübsche! Hast du mich vermisst?“, begrüßte ich mein Pony. Sie vergrub ihre Nüstern in meiner Jacke. „Ich habe nichts für dich.“, grinste ich. Ich ging zur Futterkammer und füllte einen Eimer mit Hafer und Heucobs. Darüber streute ich Ergänzungsfutter für ihre Hufe und kehrte zu Menuett zurück. Aufgeregt tänzelte sie auf der Stelle. „Ja. Du bekommst es ja schon!“ Ich schüttete das Futter in ihren Trog, woraufhin sie sich darüber hermachte. Ich ließ sie in Ruhe auffressen und band sie dann auf der Stallgasse an. Später sollte sie erst auf den Paddock kommen.
Mit murren machte ich mich daran ihre Box auszumisten. Sie war sehr dreckig, da meine Mutter nur das nötigste raus genommen hatte, also entschied ich mich, alles zu erneuern. Zwei Karren leerte ich auf dem Misthaufen aus, bis die Box endlich leer war. Ich schnappte mir den Wasserschlauch und spritze die Box noch aus. Mit dem Besen fegte ich das Wasser in den Abfluss. „Sieht super aus Menuett. Jetzt muss es nur noch trocknen.“, sagte ich zufrieden mit meiner Arbeit.
Ich wendete mich Menuett zu und strich ihr über den Rücken. „Lange nichts getan, was? Aber das ändern wir heute!“ Voller Tatendrang holte ich ihren Putzkasten aus der Sattelkammer und begann mein Pony zu putzen. „Auf was hast du denn heute Lust? Ich habe gesehen, das die Straßen schon gut frei sind, wir können ein bisschen ins Gelände gehen. Das macht dir bestimmt Spaß.“ Während ich die Hufe auskratzte, redete ich ununterbrochen. Nachdem ich Mähne und Schweif verlesen hatte, holte ich aus der Sattelkammer Menuetts Springsattel und sattelte sie auf. Dann griff ich nach den blauen Bandagen und bandagierte alle vier Beine. Ich ging in die Sattelkammer und baute von ihrer Trense die Zügel ab. Zurück bei Menuett schnallte ich die Zügel in ihr Halfter ein und führte sie aus dem Stall.
Ich führte Menuett zurück in den Stall. Dort sattelte ich sie ab, machte die Zügel wieder vom Halfter ab und stellte sie in die Box. „Dann bring ich mal deine Sachen weg!“, sagte ich und brachte den Sattel und die Zügel in die Sattelkammer, wo ich die Zügel wieder an der Trense verschnallte. Dann holte ich mir mein Sattelfett und fettete ihre Trensen und Sättel. Als auch das erledigt war, betrat ich die Futterkammer. Dort füllte ich einen Eimer mit Heucobs und ein wenig Wasser. Den Eimer stelle ich auf die Ablage. Dann ging ich zurück zu Menuett. „Heute lassen wir die Koppel mal weg, das ist schon zu Spät!“, erklärte ich ihr. Ich kratze ihr die Hufe aus, in denen sich ein bisschen von dem noch übrigen Schnee gesammelt hatte. Dann bürstete ich ihre Beine und holte ihr Futter. „So ab in den Trog damit!“ Ich suchte mir eine Heugabel und schmiss ihr noch eine ordentliche Portion Heu in die Box. Dann verabschiedete ich mich: „ Bis morgen, meine Große!“
Ich kam in den Stall gestoplert. Ich wollte mich heute noch aufs Pony schwingen und hatte noch nichts getan. "Hallo!", begrüßte ich Menuett im vorbei gehen und schnappte mir ihr Halfter. Aufgehalftert brachte ich sie auf den Paddock. Sie war total erstaunt über meine Hektik und wollte den Paddock nicht betreten. "Menuett, jetzt komm schon! Ich hab keine Zeit!" Ich zerrte ein wenig am Strick und schon setzte sich die Stute in Bewegung. Ich nahm ihr das Halfter ab. Schnell kehrte ich in den Stall zurück und füllte die Karre mit dem Mist aus ihrer Box. Dann streute ich frisches Stroh ein. Zufrieden war ich mit meiner Arbeit ganz und gar nicht, doch ich hatte keine Zeit mich darüber zu ärgern. Aus der Sattelkammer schleppte ich den Sattel zur Box und hängte ihn dort hin. Auch die Trense, die Gerte und die Abschwitzdecke holte ich. Dann ging ich zurück zu Menuett, die das alles garnicht lustig fand und nicht in den Stall zurück wollte. "Menuett! Jetzt stell dich nicht so an! Du kommst jetzt mit!" Nach viel Überredungskunst, hatte ich Menuett nun doch aufgehalftert und zurück in den Stall geführt.
Ich nahm die Wurzelbürste und begann gründlich ihre Beine zu schrubben. Der Regen hatte den Schnee in Matsch verwandelt und der klebte Menuett nun an den Beinen. Nachdem ihre Beine sauber waren, griff ich zum Hufauskratzer und säuberte ihre Hufe. Mit der Kardätsche rauhte ich ihr Fell auf, welches ich mit dem Striegel wieder glatt bürstete. Noch schnell den Dreck aus Mähne und Schweif entfernen und ich war fertig. Ich legte ihr die Sattekdecke auf und rückte sie zurecht. Dann legte ich ihr den Sattel rauf und schloss den Gurt. Wenig begeistert schnappte Menuett nach mir, doch ich ignorierte ihr Verhalten. Ich griff nach der Abschwitzdecke und deckte mein Pony ein. Das Halfter nahm ich ihr ab und ersetzte es durch die Trense. Dann griff ich nach den Zügeln und führte Menuett zur Halle.
Ich spazierte in den Stall und begrüßte Menuett freudig: "Na meine Schönheit! Wie geht´s dir?" ich warf einen Blick in de Box, "Ich werde wohl erstmal ausmisten." Ich angelte mir das Halfter und öffnete die Boxentür. Das Geräusch hallte in dem großen Stall. Immernoch war er bis auf mein Pony leer. Nachdem Menuett aufgehalftert war, gingen wir gemeinsam zum Paddock. Wir umrundeten den Stall halb und kamen am Gatter an, welches ich öffnete und Menuett laufen ließ. Sie machte übermütig einige Bocksprünge. Amüsiert schaute ich ihr eine Weile zu. Sie trabte am Zaun entlang und schaute sich neugierig um. Sie tat so, als wäre sie zum ersten Mal auf diesem Paddock. "Ich komme bald wieder!", rief ich Menuett zu und machte mich auf den Weg in den Stall. Dort angekommen machte ich mich an die Box. Sie war eigentlich nicht sehr dreckig, aber ich war auf einem Sauberkeitstripp und da musste nunmal alles top aussehen. Nach 10 Minuten war der Mist von der Box in die Schubkarre gewandert und ich verfrachtete ihn auf den Misthaufen. Ich streute sehr großzügig neu ein und fegte dann noch die Stallgasse.
Nachdem Menuett wieder im Stall war, band ich sie auf der Stallgasse an und kramte ihr Putzzeug zusammen, das mitlerweile im ganzen Stall verteilt war. Ich machte mich sehr breit im Stall, aber da ich alleine war, störte es bis jetzt niemanden. Ich musste das natürlich ändern, wenn neue Einsteller kommen, aber bis dahin war der Stall mein. Ich begann also Menuetts Hufe gründlich auszukratzen. Danach schnappte ich mir den Striegel und schrubbte ihr Fell gründlich durch. Der Staub flog nur so durch die Luft. Ich musste Husten, fuhr dann aber fort. Im Anschluss daran, nahm ich die Kardätsche und bürstete das Fell wieder glatt. Menuett genoss die Massage sichtlich, weshalb ich noch etwas weiter machte. Dann hörte ich jedoch auf und bearbeitete ihre verschmutzen Beine. Da es mir jedoch nicht sauber genug wurde, stellte ich Menuett kurzerhand auf den Waschplatz. Etwas verwirrt schaute sie mich an. „Nur schnell die Beine abspritzen.“, sagte ich. Daraufhin nahm ich den Schlauch und stellte das Wasser an. Menuett erschrack sich etwas, ließ sich jedoch dann brav die Beine abspritzen. Das Wasser war eklig braun und ich war froh, das ich mich dazu entschieden hatte. Wenn es wieder wärmer wird, würde ich das Pony mal wieder ganz waschen, doch jetzt nur die Beine. Nachdem die Beine sauber waren, führte ich Menuett zurück zur Box und bürstete nochmal mit der Wurzelbürste über die Beine.
Ich kehrte aus der Sattelkammer zurück und hang den Sattel auf die Stange. Die Trense kam auf den Haken, dann suchte ich meine Gerte. Als ich sie endlich in einer der letzten Boxen gefunden hatte, ich fragte mich wie sie dahin kam, sattelte ich Menuett. Ich rückte die Decke zurecht und schnallte den Gurt fest. Ich zog jeweils immer ein Vorderbein nach vorne und gurtete dann nach. Ich nahm dem Pony das Halfter ab und streifte die Zügel über den Kopf. Nachdem sie endlich das Gebiss im Maul hatte, schloss ich alle Schnallen und wir machten uns auf den Weg zur Halle.
Das Training gestern war gut verlaufen; Menuett und ich haben lediglich einige Übergänge geübt und sind dann nach einer halben Stunde wieder in den Stall zurück gekehrt. Sie hat sich jedoch brav verhalten und durfte noch etwas auf die Weide.
Als ich sie heute von der Koppel holte, sah sie erstaunlich sauber aus. Das war jedoch eigentlich kein Wunder, denn sie trug ja ihre Decke. Nachdem Menuett sicher draußen angebunden war, holte ich ihre Putzsachen und begann ihre Hufe auszukratzen. Diese waren voller Schlamm und in einem steckte sogar ein Steinchen. „Das muss ganz schön gerückt haben.“, stellte ich fest, als er draußen war. Ich fuhr mit dem Striegel fort und bürstete ihr Fell gründlich durch. Mit der Kardätsche strich ich das Fell wieder Glatt und entfernte den feinen Dreck. Dann griff ich zu Wurzelbürste, mit welcher ich Menuetts Beine abbürstete. Trotz dass ich sie gestern gründlich gewaschen hatte, sahen sie heute schon wieder schlimm aus. Ich schüttelte den Kopf. „Warum kannst du nicht einmal sauber bleibe?“, fragte ich mein Pony vorwurfsvoll. Sie schaute mich nur an und kratze mit ihrem Huf auf dem Boden. „Hör auf damit!“, mahnte ich sie. Daraufhin begann ich den Schweif vom Stroh zu befreihen und bürstete noch ihren Kopf. Ich packte die Putzsachen in den Kasten und ging in die Sattelkammer. Dort stellte ich den Kasten hin und nahm Sattel, Trense und Gerte mit. So kehrte ich zu Menuett zurück und begann sie zu satteln. Dann trenste ich und führte sie zur Halle.